Champions League

BR Volleys stoßen in der Champions League an ihre Grenzen

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Julian Städing
Anton Brehme in Aktion.

Anton Brehme in Aktion.

Foto: Andreas Gora/dpa/Archivbild

Gegen Halkbank Ankara gab es ein klares 0:3. Und so wurde der Heimspiel-Jahresabschluss trotz einer Rekordkulisse zum Debakel.

Berlin. Johannes Tille ließ die Schultern hängen. Der Zuspieler der BR Volleys hatte mitsamt seinen Teamkollegen zwar kurzzeitig einen ansprechenden Fight geboten ─ aber am Ende des dramatischen zweiten Satzes jubelte doch wieder der Gegner (33:35). Das war so etwas wie der frühe K.o.-Stoß eines letztlich einseitigen Volleyball-Champions-League-Spiels in der Max-Schmeling-Halle.

Halkbank Ankara, das Team, das als bislang einziger Bezwinger der Volleys in der dieser Saison in Erscheinung trat, zeigte den Volleys auch im Rückspiel der Königsklasse die Grenzen auf. Und zwar deutlich. Am Ende musste der amtierende deutsche Meister am Dienstagabend eine glatte 0:3-Niederlage quittieren (16:25, 33:35, 22:25).

Die BR Volleys erhalten schon im ersten Satz eine Lehrstunde

Das Hinspiel in der Champions-League-Gruppe B hatten die Türken vor ein paar Wochen bereits mit 3:1 gewonnen, im Anschluss daran hatte Tille noch von einem „nicht beendeten Job“ für sein Team gesprochen. Dieser Job wurde auch diesmal nicht zu Ende gebracht.

Insbesondere der erste Satz glich einer Lehrstunde ─ und die Volleys waren die Schüler. Das Spiel des Bundesliga-Tabellenführers war von viel zu vielen Ungenauigkeiten und anfängerhaften Fehlern in der Annahme geprägt, um einen Top-Team wie Halkbank gefährlich werden zu können.

Volleys-Manager Kaweh Niroomand: „Extrem enttäuschend“

Insbesondere Ankaras Nimir Abdel-Aziz und auch Nicolas Bruno bekamen die Volleys nicht in den Griff: Bruno allein erzielte im ersten Satz sechs Punkte. Einzig als Marek Sotola zum zwischenzeitlichen 7:6 punktete, lagen die die Volleys in diesem Durchgang vorn. Ansonsten dominierte das Gäste-Team praktisch durchgehend (16:25). Den zweiten Satz riss Abdel-Aziz dann mit einer tollen Energieleistung an sich.

„Das war spielerisch eine Katastrophe. Für uns ist dieses Ergebnis vor der tollen Kulisse extrem enttäuschend. Nun wird es ganz schwer, noch weiterzukommen“, wirkte Volleys-Manager Kaweh Niroomand bedient.

Ankaras vierter Matchball sitzt ─ Ruben Schott: „Vielleicht lernen wir daraus“

Die 5.363 Zuschauer waren schon zum frühen Zeitpunkt gefordert. Besser gefüllt war die Max-Schmeling-Halle in dieser Saison bislang nicht. Doch die lautstarke Unterstützung half nur wenig: Die Volleys zeigten ihre wohl schwächste Saisonleistung und verloren zum ersten Mal überhaupt zu Hause. Was für ein vermasselter Jahres-Heimspielabschluss.

Im dritten Satz fehlte das Selbstbewusstsein der Hausherren erkennbar. Halkbank, das variabel in den Angriffen und konsequent im Block spielte, entpuppte sich als eine Nummer zu groß, ließ keine Spannung mehr aufkommen. Der vierte Matchball zur Entscheidung saß (22:25). Volleys-Vizekapitän Ruben Schott: „Die Saison ist noch lang. Hoffentlich können wir als Team aus so einer Enttäuschung lernen.“