Neun Spiele waren die Powervolleys Düren in der Volleyball-Bundesliga unbesiegt. Bis es das Wiedersehen mit dem deutschen Meister BR Volleys gab: Die Berliner gewannen ein über zweieinhalb Stunden währendes, jederzeit spannendes Spitzenspiel in Düren mit 3:2 (25:20, 25:20, 25:27, 29:31, 15:10). In der Tabelle verteidigten die Westdeutschen allerdings ihren zweiten Rang vor Berlin.

BR Volleys hatten auch Spiel eins gegen Düren gewonnen

Kurios: Auch die bis dahin einzige Saison-Niederlage hatte Düren gegen den Meister kassiert, im Oktober jedoch noch klar mit 0:3. Auch diesmal sah es so aus, als könnte die Partie schnell vorbei sein. Bei einer 2:0-Satzführung hatten die Gäste im dritten Durchgang Matchball. Doch statt ihn 26:24 zu gewinnen, verloren sie 25:27.

Noch dramatischer verlief der vierte Abschnitt. Wie schon in Satz drei lagen die BR Volleys mit drei Punkten zurück, waren jedoch beim 22:22 dran und erarbeiteten sich die Matchbälle zwei, drei und vier. Wieder nichts: Die tapfer kämpfenden Gastgeber wehrten alle ab und entschieden auch diesen Durchgang für sich.

Tim Carle überragt bei den BR Volleys mit 26 Punkten

Im Tiebreak dann schien die wahre Schlacht weiterzugehen, ehe sich die Gäste von 6:6 auf 9:6 absetzten. Nun war die Gegenwehr Dürens gebrochen. Der überragende Tim Carle, der auch zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt wurde, machte Punkt um Punkt (26 insgesamt) und verwandelte auch den fünften Matchball. Ihm kaum nach standen Cody Kessel und Benjamin Patch (je 19).

Für die BR Volleys in einer bisher von Corona und vielen Verletzungen geprägten Saison ein guter Jahresabschluss. Allerdings ein sehr anstrengender.

diw