Volleyball

BR Volleys erleben im Supercup eine Weltpremiere

Der Supercup gegen Friedrichshafen findet in Hannover auf einem LED-Boden statt. Die Volleys wollen endlich auch diesen Titel holen.

Der Berliner Georg Klein (M.) spielte selbst mal in Friedrichshafen.

Der Berliner Georg Klein (M.) spielte selbst mal in Friedrichshafen.

Foto: Fabian Sommer / dpa

Berlin. Wenn die BR Volleys in den vergangenen Jahren auf den VfB Friedrichshafen trafen, musste Georg Klein stets viele Hände schütteln. Mit einigen Spielern des Gegners traf er sich sogar auf einen Kaffee. Der Mittelblocker hatte 2016 selbst eine Saison am Bodensee verbracht und dort trotz der Rivalität zwischen beiden Klubs immer noch viele Freunde. Beim Supercup am Sonntag in Hannover (14 Uhr, Sport1) wird das Wiedersehen dieses Mal aber etwas weniger herzlich ausfallen.

„Mittlerweile kenne ich in Friedrichshafen nur noch ein paar Spieler. Da hat sich personell viel getan“, sagt Klein. Der Rivale erlebte im Sommer einen Umbruch, gleich sechs Spieler verließen den Klub. Auch der Trainer ist neu – anstelle von Vital Heynen steht jetzt Michael Warm an der Seitenlinie. Mit ihm hat sich auch der Stil geändert, der bislang in erster Linie auf Fehlervermeidung gerichtet war. Bei den BR Volleys nimmt man das durchaus positiv zur Kenntnis. Ein Gegner, der auch mitspielt, liege seiner Mannschaft mehr, als immer nur gegen die Abwehr anzurennen, meint Klein.

Erstmals in dieser Saison mit kompletten Kader

Trotz der personellen Veränderungen in Friedrichshafen bildeten der VfB und Berlin immer noch das Top-Duo der Liga. „Es gibt im deutschen Volleyball kein prestigeträchtigeres Duell“, so der 28-Jährige. Passend dazu bietet der Supercup eine echte Weltpremiere.

Der Hallenboden in der Arena in Hannover ist aus Glas, darunter sind Millionen von LED-Lichtern angebracht. Er funktioniert damit wie ein riesiger, auf dem Rücken liegender Monitor, auf dem sich zusätzliche Effekte darstellen lassen. Es wird das erste Spiel überhaupt in einer olympischen Sportart sein, das auf einem solchen Untergrund stattfindet. „Das ist genial“, findet Klein. „Bei einer solchen Innovation hautnah dabei sein zu können, motiviert uns alle noch einmal zusätzlich.“

Die Tatsache, dass sie bei den ersten drei Auflagen des Supercups stets als Verlierer vom Platz gingen, immer gegen Friedrichshafen, dürfte für die Berliner aber ohnehin Ansporn genug sein. „Es wird Zeit, dass wir auch diesen Wettbewerb einmal gewinnen“, sagt Klein. Nach der komplizierten Saisonvorbereitung, in der mehrere Spieler aufgrund internationaler Verpflichtungen ausfielen, habe die Mannschaft zuletzt schon deutliche Fortschritte gemacht. In dieser Woche sind nach dem Weltcup nun auch Sergej Grankin, Benjamin Patch und Jeffrey Jendryk eingetroffen, sodass der Kader am Sonntag erstmals komplett ist.