Den 10. Februar hat Stelian Moculescu noch in guter Erinnerung. Es war der Tag, an dem die BR Volleys 0:3 gegen die SVG Lüneburg verloren. Einen Tag später hatte er Volleys-Manager Kaweh Niroomand am Telefon, zwei Tage später stand er als neuer Trainer der BR Volleys in der Hauptstadt.

Am Mittwoch können die Berliner sich für die schmachvolle Niederlage revanchieren. Im ersten Spiel der „Best of three“-Serie des Play-off-Viertelfinals um die deutsche Meisterschaft empfangen sie die Lüneburger (19.30 Uhr, Schmeling-Halle). „Wir sind jetzt eine völlig andere Mannschaft“, sagt Niroomand. Körpersprache und Ordnung im Team hätten sich komplett verändert, seit Moculescu von Vorgänger Luke Reynolds übernommen hat.

Tatsächlich hat das Team eine ziemliche Metamorphose durchlebt. Das betrifft sowohl den Australier Adam White, der beinahe als Fehlkauf abgestempelt nun zu einem immer wichtiger werdenden Faktor avanciert und dem Team zu einer neuen Breite auf der Position Außen/Annahme verhilft.

Paul Carroll hat sein altes Feuer wieder entfacht. Genau wie Mittelblocker Aleksandar Okolic wird der Diagonalangreifer nach Knieproblemen am Mittwoch aller Voraussicht nach wieder einsatzbereit sein. Falls nicht, haben die BR Volleys aber mit Kyle Russell inzwischen eine echte Alternative. Der US-Amerikaner wurde im letzten Hauptrundenspiel gegen Bühl (3:0) zum wertvollsten Spieler gekürt.

„Wir sind besser geworden und können mit breiter Brust gegen Lüneburg antreten“, sagt Robert Kromm. Das 0:3 im Februar sieht der Volleys-Kapitän sogar als Vorteil: „Die Lüneburger haben in den Köpfen, dass sie uns schon mal geschlagen haben und treten daher vermutlich nicht so befreit auf“, glaubt er. „Ich hoffe einfach, dass nach dem Spiel nicht der andere Trainer wieder angerufen wird“, sagt Moculescu mit einem Schmunzeln.