Hat der deutsche Volleyball-Meister seinen Meister schon gefunden? Titelverteidiger BR Volleys unterlag in der Schmeling-Halle vor 6260 begeisterten Zuschauern im Bundesliga-Topspiel dem VfB Friedrichshafen in einer hochklassigen Partie mit 1:3 (23:25, 25:22, 17:25, 29:31). Platz eins in der Tabelle werden die Schwaben bei acht Punkten Vorsprung wohl kaum mehr hergeben.
Die Gäste begannen wie erwartet: vor allem darauf erpicht, wenig Fehler zu machen. Die Taktik hatte zunächst Erfolg. Als die Berliner aus einem 9:17 ein 23:23 erkämpften, schien die Partie zu kippen. Doch Paul Carroll und Robert Kromm vergaben zwei große Chancen, die Gäste bejubelten den ersten Satzgewinn. Im zweiten Abschnitt spielten die BR Volleys fast perfekt, versuchten nicht nur mit Gewalt, sondern ebenfalls mit Cleverness zu punkten. Doch dann ließen Konzentration und Kraft nach. Der dritte Durchgang ging an das junge Team vom Bodensee. Nochmals wehrte sich der Meister, aber ohne Erfolg: Der letzte Angriffsschlag von Kromm landete nach Abwehr von sechs Matchbällen im VfB-Block. „Zu 90 Prozent waren wir auf Augenhöhe“, lobte dennoch Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand, „wir sind dran an Friedrichshafen.“
BM


