Wasserball

Zweites Spiel wird für Spandau 04 das schwerste

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Marko Stamm geht voller Optimismus in die Finalspiele zwei und drei gegen Hannover.

Marko Stamm geht voller Optimismus in die Finalspiele zwei und drei gegen Hannover.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Spandau 04 ist vor den Finalspielen zwei und drei gegen Waspo Hannover optimistisch. Obwohl sie Sonnabend mit großer Gegenwehr rechnen.

Berlin. Marko Stamm, dem Kapitän der Wasserfreunde Spandau 04, schwant Unangenehmes: „Hannover ist jetzt sicher noch ein bisschen mehr gekitzelt.“ Die Berliner haben den Titelverteidiger Waspo Hannover unter der Woche im ersten Finale nach dem Modus „Best of five“ in Freibad Limmer mit 10:9 bezwungen. Damit stehen die Titelverteidiger aus Niedersachsen gehörig unter Zugzwang.

Lehren ziehen aus dem Pokalfinale

Denn an diesem Sonnabend (16 Uhr) und am Sonntag (14 Uhr, jeweils Sportzentrum Schöneberg) hat Spandau jeweils Heimrecht und kann vor eigener Kulisse den Gewinn des 37. Meistertitels perfekt machen. Der Respekt der Spandauer ist nach wie vor groß. Denn ihr Gegner hatte in den vergangenen Finals meistens Oberwasser. Etwa im Pokalendspiel in Düsseldorf Anfang Mai. „Da haben wir 39 Sekunden vor Schluss noch geführt, das Unentschieden kassiert und dann unglücklich im Fünfmeterschießen verloren“, erinnert sich Stamm immer noch verärgert an die verpasste Chance.

Doch schon da hatte sich gezeigt: Spandau muss sich vor Waspo nicht fürchten, wenn die Fehlerquote niedrig gehalten wird und die beiden montenegrinischen Scharfschützen Darko Brguljan und Aleksandar Radovic einigermaßen kontrolliert werden. „Wir sind schwerer auszurechnen als Hannover“, sagt Stamm, „bei uns kann jeder treffen.“

In Limmer schon lange nicht mehr verloren

Da hilft natürlich enorm, dass sein Team derzeit endlich einmal keine Verletzungsprobleme hat und seine mannschaftliche Stärke auch ausspielen kann. Vor allem die Rückkehr von Center Mateo Cuk nach seiner langwierigen Schulterverletzung tut den Berlinern richtig gut, obwohl dem Deutsch-Kroaten am Mittwoch in Hannover kein Treffer gelang. „Er ist als Anspielstation für uns enorm wichtig“, so Stamm, „so haben andere mehr Freiräume.“

Die es dann auch zu nutzen gilt. „Gerade das zweite Spiel wird jetzt sauschwer“, glaubt Stamm. Wie gesagt, Hannover wird hellwach sein. Allerdings glaubt der Kapitän der Wasserfreunde auch an den Gewinn der Meisterschaft, sollte eines der beiden Heimspiele verloren werden. „Das vierte Spiel würde wieder im Freibad Limmer stattfinden“, sagt er, „und dort haben wir bestimmt seit 15 Jahren nicht mehr verloren.“

( Dietmar Wenck )