Sicherheit im Stadion

Senator Henkel will Fußballspiele schützen lassen wie bisher

In Nordrhein-Westfalen sollen künftig weniger Polizisten bei Fußballspielen für Sicherheit sorgen. Innensenator Frank Henkel (CDU) will Spiele von Hertha und Union künftig so schützen wie bisher.

Foto: Marius Becker / dpa

CDU-Innensenator Frank Henkel hat in der Debatte um den Polizeischutz von Fußballspielen einen Vorstoß aus Nordrhein-Westfalen abgelehnt.

Die Polizei werde Fußballspiele in Berlin genauso schützen wie bisher und nicht weniger im Einsatz sein, sagte Henkel am Montag.

Grundsätzlich sei zwar der Veranstalter für die Sicherheit im Stadion verantwortlich. „Aber es gibt Aufgaben im Umfeld der Stadien und auf den Wegen dorthin, die nur die Polizei wahrnehmen kann.“

NRW will weniger Polizisten bei Spielen einsetzen

Henkels NRW-Amtskollege Ralf Jäger (SPD) hatte am Montag erklärt, bei manchen Spielen weniger Polizisten einsetzen zu wollen. Das Konzept soll zunächst in einem Pilotprojekt für vier Spieltage erprobt werden.

Erneut lehnte Henkel auch den Vorschlag aus Bremen ab, den Fußball für Polizeieinsätze bei Risikospielen in der Bundesliga in der kommenden Saison zur Kasse zu bitten. Laut Henkel gehe es um eine grundsätzliche Frage nach den „staatlichen Kernaufgaben“.