Eisspeedway

Rekordchampion Krasnikow gibt in Berlin sein Comeback

Die Berliner Zuschauer erleben bei der nunmehr 41. Auflage des Internationalen Eisspeedway-Meetings in Wilmersdorf den erfolgreichsten Eis-Cowboys aller Zeiten: Nikolai Krasnikow.

Foto: imago sportfotodienst

Neben dem Sechstagerennen, dem Istaf und dem Berlin-Marathon gehört das Internationale Eisspeedway-Meeting auf der Bahn in Wilmersdorf zu den traditionsreichsten Sportveranstaltungen in Berlin.

Daran hat sich nichts geändert. Denn obwohl der Motorsport-Weltverband FIM den Berlinern im Streit um Termine, Gebühren und Streckenauflagen vor drei Jahren das WM-Prädikat entzogen hat, steht das Starterfeld an diesem Sonnabend (ab 17 Uhr) und am Sonntag (ab 14 Uhr) dem eines WM- oder Grand-Prix-Aufgebots in nichts nach.

Im Gegenteil: Die Berliner Zuschauer sehen bei der nunmehr 41. Auflage des Spektakels das Comeback des erfolgreichsten Eis-Cowboys aller Zeiten: Nikolai Krasnikow. 16 Weltmeistertitel (acht im Einzel-, acht im Team-Wettbewerb) erkämpfte der 28 Jahre alte Russe. Am Ende der Saison 2012 trat er überraschend zurück, konzentrierte sich auf seine Rennfahrerschule. „In Berlin habe ich mich immer richtig wohl gefühlt und kann jetzt als Gast etwas zurückgeben. Außerdem ist Günther Bauer mein Freund und wir versuchen, viel miteinander für den Sport zu tun“, begründete Krasnikow seine neue Lust auf das 400-m-Eisoval.

Sturzpech für den besten deutschen Fahrer

Ein direktes Duell mit Deutschlands bestem Aktiven wird es an diesem Wochenende aber nicht geben. Bauer brach sich beim WM-Durchgang in Inzell am vergangenen Wochenende den rechten Unterarm und muss zuschauen. „Der Sturz und die Verletzung waren einfach Pech. Es hätte aber keinen Sinn gemacht, in Berlin starten zu wollen. Also werde ich Nikolai die Daumen drücken, wenn er seinen Landsleuten einheizt“, sagte der 42-Jährige.

Für Krasnikows Landsleute Danill Iwanow, 27, und Dmitri Koltakow, 25, ist Berlin hingegen die Generalprobe für das WM-Finale am kommenden Wochenende in Assen. Iwanow führt die WM-Tabelle mit 112 Punkten an, Koltakow folgt mit 105. „Auf die beiden können sich die Fans freuen. Sie werden mit Nikolai eine tolle Show bieten und sich nicht fürs WM-Finale schonen. So etwas können die Russen gar nicht“, freut sich auch Bauer, dessen Lohn Luca, 15, mittlerweile regelmäßig in Russland von Krasnikow trainiert wird, auf die anstehenden Renntage.