Die mit Spannung erwartete WM-Revanche beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin (14. und 15. November) zwischen Schwimm-Doppelweltmeister Paul Biedermann und Rekord-Olympiasieger Michael Phelps ist trotz der Zusage des amerikanischen Superstars in Gefahr.

Die Oberschenkelverletzung des Hallensers Biedermann, die er sich am Sonntag beim Trainingslager in Spanien zugezogen hatte, entpuppte sich als Muskelfaserriss. „Paul möchte unbedingt in Berlin schwimmen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass die Zeit bis dahin reicht“, sagte Bundestrainer Dirk Lange.

Sollte Biedermann, dessen geplanter Start beim Weltcup in Stockholm am kommenden Dienstag definitiv geplatzt ist, rechtzeitig fit werden, käme es zum Giganten-Duell gegen Phelps. Der 24-Jährige gab seine Teilnahme beim Weltcup im Berliner Europasportpark bekannt. Bei der WM in Rom Ende Juli hatte Biedermann den unschlagbar scheinenden Phelps, der bei Olympia in Peking acht Goldmedaillen gewann und damit sein Konto auf insgesamt 14 schraubte, über 200 m Freistil mit einem Fabel-Weltrekord entthront.

„Er hat mich diesen Sommer zu Brei gemacht“, sagte Phelps, der in Berlin neben den 200 m Freistil auch über 200 m Schmetterling, 200 m Rücken sowie über 100 und 200 m Lagen starten will.

Mit dem 24 Jahre alten Ausnahmeschwimmer reisen aus den USA auch die beiden Weltrekordler Peter Marshall (50 m Rücken) und Jessica Hardy (50 m Brust) an, die beim Weltcup-Auftakt in Durban/Südafrika Mitte Oktober ihre Bestmarken aufstellten. Insgesamt nehmen in Berlin Athleten aus 42 Nationen teil.

Berlin ist die vierte von insgesamt fünf Weltcup-Stationen in dieser Saison. Der Weltverband FINA schüttet wie in den zurückliegenden Jahren insgesamt 400.000 Dollar Preisgeld aus, die fünf Weltcup-Ausrichter zusätzlich jeweils 102.000 Dollar für die Medaillengewinner in den jeweils 34 Wettbewerben.

SID/sei