Die Gewissheit kam früh, aber es war die Sorte Gewissheit, auf die Fans und Verantwortliche des FC Bayern München gerne verzichtet hätten. „Ismael Saibari und Serge Gnabry werden dem FC Bayern vorerst fehlen“, meldete der deutsche Meister am Sonntag nach dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund (2:2). Saibari habe sich in dem Spiel einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zugezogen und sei bereits operiert worden. Gnabry habe eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel erlitten.

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Wer die Bilder vom Vorabend noch im Kopf hatte, konnte nicht überrascht sein. Saibari hatte die Arena an Krücken verlassen, den rechten Knöchel bandagiert. Die Verletzung entstammte einem Duell um den Ball mit BVB-Torhüter Gregor Kobel und schon unmittelbar danach hatte man sehen können, dass es Saibari wohl schwerer erwischt hatte.
Ebenfalls nicht ganz rund lief Michael Olise, er war in der Schlussphase angeschlagen ausgewechselt worden. In seinem Fall aber haben die Münchener noch die Hoffnung, dass es nichts Schlimmes war, dass es vielleicht sogar reicht für das Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid am Dienstag (21 Uhr/Prime). Eine derart gute Nachricht käme ihnen beim FC Bayern sehr recht, denn nach den vielen Spielen zuletzt ist die Personaldecke arg ausgedünnt. Gegen Dortmund fehlten ja schon Luis Diaz, Jamal Musiala und Torhüter Manuel Neuer.
Dessen Ersatzmann klagte nun nach dem Spiel und einer Kollision mit Carney Chukwuemeka über Schädelbrummen. Auch da ist noch nicht ganz klar, ob er gegen Madrid mitwirken kann. Sicher ist: Die Bayern gehen auf der letzten Rille in die Englische Woche vor der nächsten Länderspiel-Unterbrechung. Und hinzu kommt ja noch das wochenlange Fehlen des Cheftrainers Vincent Kompany nach dessen Zusammenbruch wegen einer Hirnhautreizung. Und der Schicksalsschlag von Joshua Kimmich, der um seinen kürzlich verstorbenen Vater trauert.
Rumoren gibt es zudem um Lennart Karl, den Shootingstar der Vorsaison, der aber nach seiner Verletzung noch nicht wieder zu alter Form gefunden hat. Der 18-Jährige bekam zuletzt ein paar kritische Worte von Sportvorstand Max Eberl und Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu hören, woraufhin dessen Berater Michael Ballack in seiner Rolle als DAZN-Experte mächtig zurückpolterte. Da kommt einiges zusammen, was nicht eben leistungsfördernd ist.
„Ehrlicherweise fühlt sich das schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert“, hatte Eberl unmittelbar nach dem Spiel gegen den BVB gesagt. „Wir müssen gerade sehr resilient sein, die Mannschaft ist das bisher. In einer unglaublichen Art und Weise. Und das müssen wir aber jetzt die nächsten Wochen weiter sein.“





