Dramatische Szenen auf dem Trainingsgelände des FC Bayern in München an der Säbener Straße. Am frühen Freitagabend rückten sowohl ein Notarztwagen als auch der Rettungshubschrauber an. Mitarbeiter des Klubs hatten Alarm geschlagen, nachdem Vincent Kompany, Trainer der Profi-Mannschaft, am Beginn des U23-Trainings zusammengebrochen war. Das hatte zunächst die Bild berichtet.

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Der Notarzt brachte mehreren Medienberichten zufolge den 40-Jährigen dann in eine Münchener Klinik. Am Abend bestätigte der Klub dann den Vorfall: „Kompany wird im Krankenhaus eingehend untersucht und in medizinischer Obhut bleiben“, teilte der Klub mit.
„Die Gesundheit von Vincent Kompany hat für uns höchste Priorität. Wir werden beim FC Bayern alles tun, damit er sich schnell erholt“, sagte Sportvorstand Max Eberl. Kompany erhalte „alle notwendige medizinische Betreuung und Unterstützung und alle Zeit, die er benötigt. Sein Trainerteam, dem wir voll und ganz vertrauen, übernimmt seine Aufgaben. Wir alle beim FC Bayern wünschen Vinnie eine schnelle Genesung.“
Über die Ursachen kann bislang nur spekuliert werden, aber vermutlich haben sich die Folgen einer Virusinfektion bemerkbar gemacht. Bereits am vergangenen Samstag beim Bundesligaspiel gegen RB Leipzig hatte der Belgier sich während des Spieles mehrfach in seine Kabine zurückgezogen und nach dem Spiel auch die üblichen Interviews anderen überlassen.
Deutliche Warnsignale bei Bayern-Trainer Vincent Kompany
Die Reporter in München beobachten außerdem, dass er am Montag beim Training gefehlt hatte und auch das Abschlusstraining vor dem Champions-League-Spiel gegen Arsenal ausließ, weil er von den Bayern-Ärzten um den Team-Internisten Prof. Dr. Roland Schmidt noch einmal ausführlich untersucht worden war. Am Mittwoch saß er dann auf der Bank und machte nach dem Spiel öffentlich, dass er erkrankt sei. Nach dem 2:2 gegen die Gunners sagte er dann: „Als Trainer will man immer alles tun und alles machen. Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört und dann hat der Körper irgendwann gesagt: Jetzt hör mal auf.“
Die Viruserkrankung könnte, schreibt Bild, auch die Hüftprobleme ausgelöst haben, die bei Kompany zuletzt bemerkbar waren. Demnach habe der Virus das Narbengewebe angegriffen. Dass vor allem verschleppte Vireninfektionen gesundheitsbedrohliche Folgen haben können, ist unbestritten.
Kompanys Zustand im Krankenhaus war, so lauteten die ersten Meldungen am Abend, stabil. fs




