Sportvorstand Markus Krösche (46) ist bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt auf eigenen Wunsch freigestellt worden. Das teilte die Eintracht am Sonntagabend mit. Demnach habe der Verein dem Wunsch von Krösche nach einer sofortigen Freistellung entsprochen. Der bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag besteht angepasst fort.

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Der Entscheidung seien „in den vergangenen Wochen gute, offene und vertrauensvolle Gespräche zwischen Markus Krösche und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck über die sportliche Gegenwart und Zukunft von Eintracht Frankfurt und die weitere Zusammenarbeit vorausgegangen“, hieß es in einer Mitteilung.

Axel Hellmann
Axel Hellmann steigt zum Vorstandsvorsitzenden bei Eintracht Frankfurt auf.© Florian Wiegand/dpa | Florian Wiegand

Die Aufgaben von Krösche übernimmt kommissarisch vorerst Axel Hellmann, der zudem vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigt. Die langfristige Besetzung des Sportressorts werde in den nächsten Wochen entschieden, teilte der Klub weiter mit.

Krösche braucht „Veränderung“

„Die vergangenen Jahre bei Eintracht Frankfurt waren für mich eine außergewöhnliche, intensive und unvergessliche Zeit“, wird Krösche zitiert: „In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit meiner persönlichen Situation und meiner beruflichen Zukunft beschäftigt. Nach über fünf sehr erfolgreichen, aber auch sehr fordernden Jahren bei diesem großartigen Klub, habe ich seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte.“

Krösche hatte sein Amt bei den Frankfurtern im Sommer 2021 angetreten. Während seiner Amtszeit gewannen die Hessen die Europa League 2022. 

Der Sportchef stand Anfang der Saison in der Kritik, vor allem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera galt als großer Fehler. Auch wurde ihm das schwache Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders in der vergangenen Saison vorgeworfen. Der zähe Transfersommer sorgte ebenso für Unruhe wie ein Immobilienkauf in Kroatien. sid