Sportverbände haben in Deutschland stets ein etwas angestaubtes Image. Der Berliner Fußball-Verband (BFV) gibt sich allerdings jede Mühe, dem entgegenzuwirken. „Wir wollen nicht immer „der Verband“ sein, sondern auf Augenhöhe agieren“, sagt etwa Pressesprecher Martin Meyer. „Und das heißt, zu den Vereinen hingehen, die Vereine sichtbar machen.“

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Wie das aussehen kann, zeigten Meyer und sein Team am Freitag. Der Verband hatte in die FC Magnet Bar nach Mitte geladen und dort Premiere eines Dokumentarfilmprojektes mit dem Titel „Einmal Bero, immer Bero“ über das Frauenteam des SV Blau-Weiß Berolina Mitte gefeiert. Die erste Folge ist gerade erschienen, fünf weitere sind in dieser Saison geplant.
Berliner Fußballverband produziert Doku über das Frauenteam von Berolina Mitte
„Es ist ein sympathisches Team, ein cooles Umfeld und ein Verein wirklich aus der Mitte Berlins“, sagt Meyer über Berolina. Der Kiezverein nahe der Hackeschen Höfe hat eine gewachsene Frauenabteilung, die lange die größte der Hauptstadt war. Bevor Hertha BSC, Union Berlin und der FC Viktoria Berlin die Professionalisierung ihrer Teams vornahmen.
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Das Team von Berolina Mitte kann nicht auf professionelle Strukturen zurückgreifen, ist dafür aber umso authentischer. In Doku-Folge eins „Vom Kiez in den DFB-Pokal“ können das die Zuschauer selbst erleben, indem immer wieder Spielerinnen aus dem Team selbst die Kamera in die Hand nehmen und so Einblicke in den Mannschaftsbus oder die Kabine gewähren. Von Verbandsseite kümmern sich die Mitarbeiter Martin Böhrer und Tobias Torchalla um die Produktion.
So erfährt man hautnah, wie ein ganz normales Amateurteam aus Berlin das größte Spiel seiner Vereinsgeschichte erlebt. Berolina hatte vergangene Saison den Berliner Pokal gewonnen und sich damit erstmals für den DFB-Pokal qualifiziert. Die Einblicke sind mit dem Ziel der Etablierung von Vorbildern im Frauen- und Mädchenfußball von nun an auf dem Youtube-Kanal des BFV zu sehen.





