Die Fußballerinnen des FC Bayern haben zum Start in die neue Saison der Champions League den angestrebten Sieg verpasst. Beim 2:2 (2:1) gegen Manchester City vergaben die Münchnerinnen nach einem kuriosen Anschlusstreffer bei blauem Pyrotechnik-Rauch einen 2:0-Vorsprung. Zwar parierte Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic zunächst einen Strafstoß von Khadija Shaw (62. Minute). Doch im ersten Pflichtspiel der FCB-Frauen im Sportpark Unterhaching traf Nationalspielerin Carlotta Wamser (86.) vor 4.291 Zuschauern doch noch zum Ausgleich der Engländerinnen.

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Das Bayern-Team von Trainer José Barcala war vor dem diskutablen 1:2-Anschlusstreffer bestens in das Duell zwischen dem deutschen und englischen Meister gestartet. Nach dem frühen Führungstreffer durch Giulia Gwinn (11. Minute) und einem Eigentor von Kerstin Casparij (28.) kam Manchester kurz vor der Pause durch Beth Mead (45.) noch einmal heran. Der Treffer fiel ausgerechnet nach einem Angriff über den rechten Flügel, auf den kurz zuvor Pyrotechnik geworfen worden war. Der entstandene blaue Rauch schien zu irritieren, am Spielfeldrand war auch noch roter Rauch zu sehen.

Bayerns Frauenfußball-Direktorin kritisiert Schiedsrichterin

„Für mich muss das Spiel unterbrochen werden, die Pyro liegt schon mehrere Sekunden auf dem Platz, Spielerinnen registrieren das und haben vielleicht in dem Moment schon abgeschaltet, weil das Spiel unterbrochen werden muss“, sagte Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball, in der Halbzeitpause im ZDF. „Das ist sehr kurios und aus meiner Sicht von der Schiedsrichterleistung einfach nicht gut.“ Die spanische Schiedsrichterin Olatz Rivero Olmedo beförderte den Rauchtopf eigenhändig vom Rasen.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, warfen mutmaßlich Ultras der Spielvereinigung Unterhaching die Rauchtöpfe von einem ans Stadion grenzenden Biergarten aus aufs Spielfeld. Der FC Bayern hatte vor neun Monaten den Sportpark für über 7,5 Millionen Euro gekauft, damit die Top-Fußballerinnen eine größere Heimspielstätte haben. Viertligist Unterhaching ist für seine Heimspiele nur noch Mieter.

Bayern hat hohe Ziele in der Champions League

An den hohen Zielen der Münchnerinnen wird der verpasste Sieg nichts ändern. Nach dem ersten Double der Vereinsgeschichte in der vergangenen Saison wollen sie nun in Europa den nächsten Schritt machen. Die Halbfinalistinnen der Vorsaison treffen in der Ligaphase noch auf den FC Barcelona (Heim), Paris Saint-Germain (Auswärts), Real Madrid (H), Benfica Lissabon (A) und Austria Wien (A).

Die 18 Mannschaften bestreiten in der Ligaphase jeweils sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner. Die besten vier Teams ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die Mannschaften auf den Plätzen fünf bis zwölf bestreiten im Februar die Playoffs der K.-o.-Phase.

Gespielt wird in Europa erstmals in der neuen Spielstätte südlich von München. Langfristig soll Unterhaching die Heimat des Frauenfußballs des FC Bayern sein. „Ich glaube, wir haben hier eine sehr große Zukunft vor uns“, sagte Rech trotz des vernebelten Auftaktes. dpa/fs