Vier Länderspiele bestritt die deutsche Nationalmannschaft in der XXL‑Länderspielpause im September und Oktober. Bei der Premiere von Jürgen Klopp als Bundestrainer gab es ein 1:1 gegen die Niederlande, gefolgt von einer 0:1-Pleite gegen Griechenland. Nach einem 2:0 gegen Serbien und dem 0:0 im zweiten Spiel gegen Griechenland fällt die erste Klopp-Bilanz wechselhaft aus. Die XXL‑Länderspielpause ist beendet, erste Eindrücke von der DFB-Elf unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp sind gesammelt. Der nächste Langzeit-Lehrgang steht bereits im November an. Hier versorgen wir Sie weiter mit allen Infos zur deutschen Nationalmannschaft.
DFB-Liveblog: Alle Infos zur Nationalmannschaft in der XXL-Länderspielpause
Baumann über Rücktritt und Nagelsmann Torhüter Oliver Baumann macht sich weiter Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Fußball-Nationalmannschaft. „Es geht ja um Alter und Umbruch. Trotzdem hat er die Tür nicht zugemacht. (...) Deswegen trete ich auch nicht zurück”, sagte der 36-Jährige von der TSG 1899 Hoffenheim vor dem Europa-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und Sky) in einem RTL/Sky-Interview. Baumann bezog sich dabei auf ein Gespräch mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. „Ich versuche hier, meine Leistung zu bringen, wie immer, und auf einem Niveau zu spielen, auf dem ich für die Nationalmannschaft infrage komme”, so der TSG-Kapitän. Er war vor der Weltmeisterschaft vom damaligen DFB-Chefcoach Julian Nagelsmann als Nummer eins abgesetzt worden. Von Klopp wurde er zuletzt nicht berücksichtigt.
Zu einem möglichen Rücktritt aus der deutschen Auswahl erklärte Baumann: „Warum hätte ich sollen? (...) Dann würde ich abhauen. (...) Ich fühle mich auch so fit, dass ich einer Nationalmannschaft helfen kann. (...) Dann lasse ich die Entscheidung natürlich dem Trainer.” Er versuche, in Hoffenheim seine Leistung zu bringen, „und auf einem Niveau zu spielen, auf dem ich für die Nationalmannschaft infrage komme.” Baumann trifft im Heimspiel gegen Besiktas auf Alexander Nübel, der weiter zu Klopps Kader gehört. Der 30-Jährige, zuletzt vom FC Bayern an den VfB Stuttgart ausgeliehen, spielt seit dieser Saison beim türkischen Spitzenklub. „Wir haben uns, glaube ich, beide alles gegönnt. Das war sehr respektvoll. Es hat mir auch immer Spaß gemacht, mit ihm zu trainieren”, sagte Baumann zum Verhältnis zu seinem Konkurrenten. Versöhnlich äußerte sich der Hoffenheimer zu Nagelsmann. „Ich habe überhaupt kein Problem mit Julian. Wir sind sehr gut miteinander. Wir haben auch nach der WM miteinander gesprochen”, sagte Baumann. „Es war wirklich alles, alles in Ordnung. Natürlich hat mir die Entscheidung wehgetan und hat mich auch wütend gemacht. Und ich habe es auch nicht verstanden. Das weiß er auch alles. Und wir haben da sauber kommuniziert.”
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Hoeneß wettert gegen Nations League Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die internationalen Fußball-Verbände kritisiert. "Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen", sagte Hoeneß am Mikrofon von Bild TV. Bayern-Stars wie Harry Kane oder Michael Olise waren bis zum Schluss-Wochenende der WM dabei. Nach dem Saisonstart am 28. August sei dann schnell wegen Länderspielen wieder Pause im Klubfußball gewesen. Vor allem die Nations League stört Hoeneß. "Ich finde es von der Uefa eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen. Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt, dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal", sagte der 74-Jährige über die Schwierigkeiten für den FC Bayern München. In der Bundesliga-Tabelle hat der deutsche Fußball-Rekordmeister zwei Punkte Rückstand auf die Spitze. Die Vereine müssten sich "endlich mal durchsetzen", weil die Vereine und nicht die Nationalmannschaften die Spieler bezahlten, sagte Hoeneß. "Und so ein alberner Wettbewerb wie die Nations League, die wird hier vorgenommen, das ist der Witz des Jahres." Bayern-Präsident Herbert Hainer stimmte seinem Wegbegleiter zu. "Uli Hoeneß hat da sicherlich recht. Ich glaube, keine andere Mannschaft ist dermaßen belastet in der Bundesliga, aber auch international, wie wir es waren, weil wir eben fast nur Nationalspieler haben, die alle im Sommer mit ihren Mannschaften unterwegs waren", sagte Hainer. Einsätze in der Nations League und die Reiserei würden die Profis beanspruchen.
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Deutschland rutscht weiter ab Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in der Weltrangliste an Boden verloren. In dem vom Weltverband Fifa veröffentlichten Ranking findet sich die DFB-Auswahl auf Platz 13 wieder – und damit einen Rang schlechter als nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale. Unter Klopp hatte Deutschland in vier Spielen der Nations League nur einen Sieg geholt. Weltmeister Spanien baute seinen Vorsprung weiter aus. Auf den Plätzen zwei und drei liegen weiterhin Argentinien und Frankreich, England folgt als Vierter. Trotz des Wirbels um die Ausbootung von Superstar Cristiano Ronaldo machte Portugal den größten Sprung in den Top Ten. Der Ex-Europameister verbesserte sich vom siebten auf den fünften Rang.
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Matthäus über DFB-Elf: „Haben das Potenzial“ Lothar Matthäus hat nach dem Einstand des neuen Bundestrainers eine insgesamt positive Bilanz gezogen. „Jürgen Klopp hat für jede Position eine Auswahl an sehr, sehr guten Spielern. Ich glaube, wir haben das Potenzial, mit dieser Nationalmannschaft viel Freude zu haben“, sagte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler nach dem 0:0 der DFB-Auswahl in der Nations League in Griechenland bei RTL. „Ich habe einen sehr positiven Eindruck. Seine positive Art überträgt sich einfach auf die Spieler“, schwärmte Matthäus (65) von Klopp. Er übte aber auch Kritik: „Leider hat die Punkteausbeute nicht gestimmt, wir können mit der Punkteausbeute nicht zufrieden sein." Klopp gewann gegen die Niederlande (1:1), Griechenland (0:1/0:0) und Serbien (2:0) nur eines seiner ersten vier Spiele. Seine Mannschaft muss als Dritter ihrer Vorrundengruppe in der Nationenliga um den angestrebten Viertelfinaleinzug bangen.
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Vier Spiele unter Jürgen Klopp – dreimal nicht verloren. Oder auch: dreimal nicht gewonnen. So unterschiedlich man den Auftakt unter dem neuen Bundestrainer bewerten kann, so unterschiedlich waren auch die Leistungen der deutschen Nationalspieler
beim 0:0 in Thessaloniki gegen Griechenland. Die Einzelkritik.
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Alle Infos zum Griechenland-Spiel gibt es HIER
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Damit ist die Pressekonferenz beendet.
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Pavlović: „Am Ende entscheidet der Trainer, was für eine Rolle ich habe. Ich möchte meine Qualitäten ins Team einbringen: das Spiel vor mir haben und kontrollieren, defensiv voll pressen und in die Zweikämpfe gehen."
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Plötzlich singt Klopp: "Ohne Otto, wär' das nicht passiert" Klopp über den Vergleich der griechischen Nationalmannschaft mit der von 2004: „Defensiv taktisch hohes Niveau, am Ende hat Charisteas das Ding reingehauen. Ich kann mich nicht genau erinnern. Aber jetzt ist es eine Ansammlung von ganz tollen Fußballern. Das muss man nicht vergleichen. Jetzt ist es eine tolle Mannschaft. Von damals reicht mein Gedächtnis nicht. Den großen Titel haben sie mit Otto Rehhagel geholt. Da haben wir auch Anteil dran." Klopp singt: "Ohne Otto, wär' das nicht passiert."
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Klopp über die erneute Nominierung von Jonas Urbig für die Startelf, der anders als Finn Dahmen oder Noah Atubolu in seinem Verein nicht regelmäßig spielt. Mit einem Nummer-eins-Status habe das nichts zu tun. „Woanders kriegen die Jungs im Verein Spielpraxis, bei uns in der Nationalmannschaft: all inclusive."
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Pavlović über Tom Bischof und Florian Wirtz als Mittelfeldpartner: „Es hat viel Spaß gemacht, mit den beiden zu zocken. Man kann sehen, dass wir drei mit dem Ball was draufhaben. Flo hat in der Offensive alle Freiheiten, die er haben will, wir halten den Rücken frei."
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Zu den neuen Diskussionen um Joshua Kimmich geht Klopp auf Distanz. Der Bundestrainer macht klar, dass niemand automatisch gesetzt sei: „Warum sollte in der Zukunft ein Spieler immer spielen?" Über die Anforderungen im Mittelfeld sagt er: „Man braucht unterschiedliche Strukturen, man braucht Führung, man braucht laufstarke Spieler, man braucht kreative Spieler." Bei der Diskussion gebe er "jetzt schon auf. Macht, was ihr wollt. Ich bin happy mit der Situation und unseren Spielern."
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Klopp über seinen früheren Liverpooler Spieler Kostas Tzimikas: „Was er gelernt hat, werden wir sehen. Als wir uns getroffen haben, haben wir nicht über Fußball gesprochen. Für morgen hoffen wir – nichts."
Aleks Pavlovic wird im Mittelfeld auflaufen. „Er kann sich jetzt nicht mehr aus der Mannschaft quatschen.“ Darüber hinaus wolle Klopp eine Elf bringen, die "eine große Chance hat, das Spiel zu gewinnen." „Wenn man ganz ehrlich ist, hätten alle Spieler im Camp verdient zu spielen.“ Nur hinten deutet er einen Engpass an: „Da wir die Position mehr oder weniger zweiter Innenverteidiger bei Schlotterbeck war, hat man, muss man ein bisschen gucken.“
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Klopp sagt über seine Rückkehr auf die Trainerbank, er habe in der Zeit ohne Job nichts vermisst – ehrlich. Aber seitdem er es wieder mache, wisse er, dass er es immer noch liebe.
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Griechenlands 2:2 gegen die Niederlande habe Aufschluss gegeben. Klopp erwartet teils einen defensiv eingestellten Gegner. Wenn die eigene Mannschaft gut spiele, werde Griechenland im tiefen Block verteidigen müssen. Für Klopp sei das eine goldene Generation des Landes. "Es war eine schwierige Nacht für uns. Aber das wusste ich auch schon Spiel. Wir haben gehört, dass Tzolis nicht spielen wird. Wir hoffen, dass er schnell zurückkommt."
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Bereits am Sonntag sind die ersten Nationalspieler am DFB-Campus in Herzogenaurach eingetroffen. An diesem Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) steht dann das erste Nations-League-Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam an. Jürgen Klopp setzt in seiner neuen Funktion auf ein Jobsharing-Modell und hat 44 Spieler berufen . Der Großteil von ihnen wird in jeweils zwei Nations-League-Partien zum Aufgebot zählen. Spannend: Der langjährige Liverpool-Trainer hat insgesamt 16 Debütanten in seinen Kader berufen.
Gute Laune: Jürgen Klopp verkörpert vor dem Nations-League-Spiel in den Niederlanden die Aufbruchstimmung im DFB-Team. © Federico Gambarini/dpa | Federico Gambarini
„Ich kann nicht versprechen, dass wir die nächsten vier Spiele gewinnen. Ich wäre schon happy, wenn man uns ansieht, dass wir es wirklich wollen“, sagte Klopp im Rahmen der Kader-Bekanntgabe. Nach dem dritten WM-Debakel in Serie sind die Ansprüche beim viermaligen Weltmeister bescheidener geworden. Doch der 59-Jährige soll mit seiner schier unbändigen Energie wieder für Aufbruchstimmung sorgen. „Es ist hier eine ganz hohe fußballerische Qualität, aber jetzt müssen wir erst einmal über die Art und Weise kommen“, sagte Klopp und bat um Geduld: „Wir brauchen Zeit.“
Doch wie läuft es tatsächlich in den Spielen in den Niederlanden (24. September), gegen Griechenland (27. September, 20.45 Uhr/ARD), gegen Serbien (1. Oktober, 20.45 Uhr/ZDF) und in Griechenland (4. Oktober, 20.45 Uhr/RTL)?
Donnerstag
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In diesem Liveblog werden wir Sie während der XXL-Länderspielpause über aktuelle Stimmen und Entwicklungen rund um die ersten vier Spiele unter Bundestrainer Jürgen Klopp informieren. Schauen Sie am besten regelmäßig vorbei. (mit sid/dpa)