Wenn es nach ihr ginge, dürfte die Strecke beim Istaf ruhig länger sein. Denn Gesa Krause hat noch etwas offen. Das große Soll ist mit dem EM-Titel über 3000 Meter Hindernis zwar erreicht. Die ganz große Zufriedenheit will sich aber nicht einstellen. „Ich würde sagen, dass die Form dieses Jahr sehr besonders war“, erzählt sie. Damit verbunden war die Hoffnung, dass sie ihre alte Bestzeit noch unterbietet. Doch das glückte bisher nicht.

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Beim großen Fest der Leichtathletik im Olympiastadion stehen am Sonntag (ab 11 Uhr, ab 14 Uhr im Livestream auf sportschau.de) lediglich 2000 Meter über die Hindernisse auf dem Programm. Insofern kann sie ihr Ziel dort nicht erreichen. In diesem Fall ist sie aber ohnehin froh, überhaupt laufen zu können. Zuletzt plagte sie sich mit einer Blockade im unteren Rücken. Dafür war der sechste Platz in Zürich am Donnerstagabend ganz ordentlich. Aber „Berlin beflügelt“, sagt sie. Wer weiß, was vor großer Kulisse drin gewesen wäre.

Istaf: Zehnkämpfer Neugebauer mit neuer Kraft

Krause freut sich auf den Start beim Istaf. „Vor allem mit dem Erfolg in der Tasche ist es umso schöner, vor heimischem Publikum laufen zu dürfen“, sagt die Europameisterin. Gleich drei deutsche Gewinner der Titelkämpfe von Birmingham gehen vor etwa 40.000 Zuschauern an den Start. Neben Krause sind das Speerwerfer Julian Weber und Zehnkämpfer Leo Neugebauer. Letzterer kämpfte sich vor zwei Wochen mit allerletzter Kraft ins Ziel, in das er hineinstolperte.

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Inzwischen hat er sich wieder erholt. „Ich fühle mich ziemlich gut“, erzählt er. Diesmal wird sein Auftritt deutlich weniger anstrengend. Der 26-Jährige muss lediglich einen Dreikampf absolvieren (100 Meter, Diskus, 1500 Meter). „Es ist ganz angenehm, wirklich nur drei Disziplinen trainieren zu müssen und ein bisschen mehr Freizeit zu haben“, sagt Neugebauer.

Insgesamt über 150 Athleten gehen an den Start. 16 deutsche Medaillengewinner der jüngsten EM sind mit dabei. Die Zahl macht Meetingdirektor Martin Seeber besonders stolz. „Über fast alle Disziplinen wirklich Weltklasse-Athleten aus Deutschland am Start zu haben“, dies habe es lange nicht gegeben. Zu den internationalen Topleuten zählt unter anderem die zweifache Olympiasiegerin Valarie Allman-Sion (USA/Diskus).

Dass Krause trotz ihrer guten Form hinter ihrer Bestzeit geblieben ist, dem kann die dreifache Europameisterin aber auch etwas Gutes abgewinnen: Weil „man hungrig bleibt und noch Ziele für die Zukunft hat. Selbst mit 34.“