Trotz seiner ungeklärten Situation steht der deutsche 100-Meter-Rekordhalter Owen Ansah im Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August). Das Team mit 31 Athletinnen und 27 Athleten gab der DLV am Mittwoch, drei Tage nach den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid, bekannt. Nachrücker über ihre Positionen im European Ranking sind noch bis Freitag möglich.

Donnerstag

Eiszeit – der Eisbären-Newsletter

Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Ansah, dessen Bestzeit bei 9,98 Sekunden liegt, hatte einem Nada-Kontrolleur Anfang Juli vor seiner Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco die Abgabe einer Dopingprobe verweigert.  Er sei unter Zeitdruck gewesen und habe so kurzfristig keine Probe abgeben können, auch weil er kurz zuvor die Toilette besucht habe, gab Ansah in einer Mitteilung des Verbandes an. Die Nationale Anti Doping Agentur leitete ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Ansah ist vorläufig nicht sanktioniert, da kein positiver Test von ihm vorliegt. Dem 25-Jährigen droht laut Reglement aber eine Sperre von vier Jahren.

Mihambo führt Aufgebot an

Angeführt wird das 58-köpfige deutsche Team von Malaika Mihambo. Die Olympiasiegerin von Tokio geht als Titelverteidigerin an den Start. Zu den erfahrenen Athleten gehören zudem Hindernisläuferin Gesa Krause, Sprinterin Gina Lückenkemper und Speerwerfer Julian Weber. Ein Kandidat für Gold ist zudem Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer.

Jörg Bügner, DLV-Vorstand Leistungssport, sieht „viel Qualität, Dynamik und Aufbruchstimmung“ in der Mannschaft. „Wir reisen mit einem Team nach Birmingham, das erfahrene Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner ebenso umfasst wie junge Athletinnen und Athleten, die auf der großen internationalen Bühne für Furore sorgen können“, sagte Bügner.

Als Ziel gibt er aus, „in der Nationenwertung vorn mitzuspielen. Wenn es uns gelingt, unser Potenzial ins Alexander Stadium und auf die Straßen Birminghams zu bringen, bin ich überzeugt, dass wir viele starke Auftritte erleben werden“, sagte Bügner und ergänzt: „Wir wollen den nächsten Entwicklungsschritt in Richtung Olympische Spiele machen.“ dpa/sid