Englands Nationalspieler Jude Bellingham hat nach dem WM-Aus im Halbfinale gegen Argentinien (1:2) kurzzeitig die Nerven verloren und seinem Frust freien Lauf gelassen. Auf Videos ist zu sehen, wie der frühere Profi von Borussia Dortmund dem argentinischen Ersatzspieler Valentin Barco nach Schlusspfiff einen leichten Schlag auf den Hinterkopf verpasst. In diesem Moment feierte der Argentinier gerade mit seinen Teamkollegen den Einzug ins Finale. 

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Barco drehte sich um, revanchierte sich mit einem Schubser. Mitspieler mussten die Situation schließlich beruhigen und die aufgebrachten Spieler voneinander trennen. Möglicherweise fühlte sich der 23-Jährige provoziert, weil Barco den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Enzo Fernández demonstrativ vor der englischen Ersatzbank gefeiert hatte.

Bellingham am Boden: „Es tut mir leid“

Später sprach Bellingham nicht über den Vorfall nach Schlusspfiff, sondern machte stattdessen seine große Enttäuschung deutlich. „Das ist so niederschmetternd. Ich wollte Teil des englischen Kaders sein, der es endlich geschafft hat, der es endlich über die Ziellinie gebracht hat. Hier zu stehen und den Fans dieselben Dinge zu sagen, die sie wahrscheinlich schon seit Jahren und Jahren hören, das ist wirklich niederschmetternd. Es tut mir leid“, sagte der Profi von Real Madrid. 

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England v Argentina: Semi Final - FIFA World Cup 2026
Schwer enttäuscht: Jude Bellingham nach der Niederlage gegen Argentinien im WM-Halbfinale.© AFP | Richard Pelham

Schon während der Partie, die der Titelverteidiger Argentinien in der Schlussphase durch zwei Vorlagen von Lionel Messi und Tore von Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martinez (90.+2) gewann, kam es immer wieder zu hitzigen Duellen. Vor allem die erste Halbzeit war von zahlreichen Fouls, Wortgefechten und einigen Rudelbildungen geprägt.

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Statt nach New York geht es für Bellingham und Co. nach Miami zum Duell der Enttäuschten: Das Spiel um Platz drei am Samstag (23 Uhr deutscher Zeit/MagentaTV) gegen Frankreich sei eines, „das niemand spielen will“, sagte Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel: „Niemand freut sich darauf.“ fs/dpa