Alexander Zverev hat das Halbfinale der French Open erreicht und darf weiter von seinem ersten Grand-Slam-Sieg träumen. Der Hamburger bezwang am Dienstag mit einer Machtdemonstration den spanischen Teenager Rafael Jódar 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 und ist nur noch zwei Siege vom großen Triumph in Paris entfernt. Auf dem Weg ins Finale trifft der Tokio-Olympiasieger nun auf das brasilianische Supertalent Joao Fonseca (19) oder den nur ein Jahr älteren Tschechen Jakub Mensik.

Alexander Zverev stürmt ins Halbfinale der French Open: Der Live-Ticker zum Nachlesen

Zverev zog damit zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren in die Vorschlussrunde von Roland Garros ein. Zuletzt hatte der 29-Jährige 2024 das Halbfinale in Paris erreicht und erst im dramatischen Endspiel gegen Carlos Alcaraz verloren. Bei der vergangenen Ausgabe war er im Viertelfinale am 24-maligen Major-Gewinner Novak Djokovic gescheitert. 

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Unter Druck, aber im entscheidenden Moment da: Alexander Zverev im Viertelfinale der French Open gegen Rafael Jódar.© Dimitar Dilkoff/AFP/dpa | DIMITAR DILKOFF

Im ersten Aufeinandertreffen mit dem zehn Jahre jüngeren Jódar, der wie sein Idol Rafael Nadal auf den Spitznamen „Rafa“ hört und als erster richtiger Härtetest für den Deutschen galt, startete Zverev zunächst mit einigen Problemen. Während er sich bei geschlossenem Dach über dem Court Philippe-Chatrier immer wieder vermeidbare Fehler leistete, war der Spanier vor allem bei seinem eigenen Aufschlagspiel dominant. Früh lag Zverev 2:5 zurück. Mit dem Rücken zur Wand zeigte Zverev aber eine starke Reaktion und rettete sich in den Tiebreak. Nach einer Stunde und acht Minuten war der Satzgewinn perfekt.

Danach drehte Zverev auf. Mit dem Satzgewinn im Rücken war er der deutlich bessere Spieler. Für Jódar, der vor der Sandplatzsaison fast nur Insidern bekannt war, schien die große Viertelfinal-Bühne plötzlich ein wenig zu groß zu sein. Womöglich war es auch eine Kraftfrage, der Youngster hatte in den zwei Runden zuvor jeweils über fünf Sätze gehen müssen. Zverevs junger Gegner hatte dem wenig entgegenzusetzen. In nur 34 Minuten ging auch der zweite Satz an Zverev, der auch in der Folge mit all seiner Erfahrung nichts mehr anbrennen ließ und souverän das Ticket für die nächste Runde löste. sid