Es ist das größte Spiel im deutschen Fußball: In Berlin laufen die Vorbereitungen für das 83. DFB-Pokalfinale. Am Samstag treffen sich der FC Bayern München und der VfB Stuttgart im Olympiastadion, um den Pokalsieger auszuspielen (20 Uhr, ARD und Sky). Rund um die besondere Partie gibt es in dieser Saison einige Neuerungen.

Vor Pokalfinale 2026: Wichtige Umbaumaßnahmen am Olympiastadion

Ein großes Thema rund ums Pokalfinale im vergangenen Jahr (VfB Stuttgart – Arminia Bielefeld, 4:2) war die Einlasssituation. Vor dem Südtor des Berliner Olympiastadions steckten tausende Besucher stundenlang in der Hitze fest. Dass es zu keiner Massenpanik kam, war einzig und allein dem besonnenen Verhalten der wartenden Fans von Arminia Bielefeld zu verdanken. Dennoch sollten sich solche Szenen natürlich nicht wiederholen.

Christoph Meyer, Direktor Veranstaltungen & Kommunikation der Olympiastadion Berlin GmbH, sagt gegenüber dieser Redaktion zur Analyse der Versäumnisse: „Zur Überprüfung kamen alle Strukturen, Abläufe, die Infrastruktur und Kommunikation während des Events, mit dem Ziel, eine bessere Besuchersteuerung zu haben.“

Auch interessant

Entscheidendes Element war dabei die deutlich geringere Kapazität am Südtor, das nur 28 Drehkreuze zum Einlass hatte. Am Osttor, dem anderen Eingang ins Olympiastadion, gab es mit 56 Drehkreuzen die doppelte Kapazität. Das Südtor wurde durch Umbaumaßnahmen nun um 30 zusätzliche Drehkreuze erweitert, sodass eine Angleichung der Einlassbedingungen stattgefunden hat.

Donnerstag

Eiszeit – der Eisbären-Newsletter

Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Stadiongesellschaft und der DFB hoffen jetzt auf ein verbessertes Stadionerlebnis. Meyer: „Alle Einlässe werden permanent kameraüberwacht und von einem Crowd Manager betreut. Vor Ort helfen unter anderem das Einlasspersonal, Lautsprecherdurchsagen und temporäre Aufbauten des Veranstalters (Einlasssystem, Videowände) bei der Besucherführung.“ Neben den Umbaumaßnahmen öffnen die Stadiontore dieses Jahr auch eine Stunde früher als in der vergangenen Saison. Am Samstag können die Fans schon ab 16 Uhr das Olympiastadion betreten.

Erstmals im deutschen Fußball: Chip im Ball

Hätte es den Chip im Ball nicht gegeben, wäre die deutsche Fußballgeschichte womöglich anders verlaufen. Bei der Europameisterschaft 2024 wurde die moderne „Connected Ball“-Technologie bereits eingesetzt. Im Achtelfinale zwischen Deutschland und Dänemark diagnostizierte sie ein minimal zartes Handspiel des dänischen Verteidigers Joachim Andersen, das einen Elfmeter zur Folge hatte und damit das deutsche Weiterkommen einleitete.

Im Pokalfinale wird der Chip im Ball jetzt erstmals im nationalen Vereinsfußball eingesetzt. Neben der Erkennung von Handspielen wird die Technik auch für die halbautomatischen Abseitsentscheidungen des Video-Assistenten eingesetzt. Außerdem registriert sie Daten wie Geschwindigkeit oder Rotation und ermöglicht so umfangreiche statistische Analysen.

Videoschiedsrichter ebenfalls vor Ort

Auswerten wird der VAR jene Daten bei diesem Pokalfinale nicht im sagenumwobenen Kölner Keller, sondern erstmals direkt im Umlauf des Berliner Olympiastadions. Final-Schiedsrichter Sven Jablonski ist angetan: „Für den Fernsehzuschauer ist es egal. Aber für uns ist es etwas Besonderes, weil wir den ganzen Tag als Team zusammen sind.“