Public Viewing gehört für viele selbstverständlich zu Fußball-Großveranstaltungen dazu. Doch im Jahr 2026 wird die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen – also in Ländern, die eine starke Zeitverschiebung zu Europa haben. Damit Spiele auch nach 22 Uhr öffentlich übertragen werden können, hat die Regierung in Berlin die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Voraussetzung ist, dass die Länder im Bundesrat dem Plan ebenfalls zustimmen. Das gilt allerdings als wahrscheinlich.
WM 2026: Bundesregierung plant Ausnahmeregel für Public Viewing
„Städte und Gemeinden haben damit die Möglichkeit, dass Public-Viewing-Veranstaltungen trotz Zeitverschiebung genehmigt werden können – hoffentlich sogar bei einem Finale am 19. Juli mit deutscher Beteiligung”, erklärte der für Lärmschutz zuständige Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).
Die Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die Behörden vor Ort müssen bei ihren Entscheidungen zum Public Viewing zwischen dem öffentlichen Interesse an der Übertragung der Spiele und dem Schutzbedürfnis der Nachbarschaft in Bezug auf Lärm abwägen. Vergleichbare Verordnungen gab es den Angaben zufolge seit der Fußball-WM 2006.
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Anders als bei früheren Events sei der Anteil der Spiele, die während der Nachtzeit stattfinden, besonders hoch, erklärte das Umweltministerium. Als Nachtzeit gelte in Deutschland der Zeitraum von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Die vier häufigsten Anstoßzeiten seien 21.00 Uhr (19 Spiele), 3.00 Uhr (12 Spiele), 22.00 Uhr (10 Spiele) und Mitternacht (9 Spiele).

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Das erste Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao beginnt um 19.00 Uhr, die beiden Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador jeweils um 22.00 Uhr. Das Finale und die Halbfinals starten um 21.00 Uhr, das Spiel um Platz 3 um 23.00 Uhr.
dpa/viv





