Als Olympia-Reporter bin ich gerade in einer italienischen Angelegenheit unterwegs. Wie einst Monaco Franze. Gut, mit anderen Absichten. Der ewige Stenz, dargestellt vom großartigen Helmut Fischer, führte junge Damen in italienische Ristoranti aus, weil er angeblich als Münchner Kriminalkommissar der Mafia in der Stadt auf der Spur war, und bezirzte sie. Ein liebenswerter Vorstadt-Casanova, der mir jede Nacht in Mailand das Leben rettet. Warum? Ich erkläre es Ihnen.

Olympia 2026: Eteri Tutberidzes Blick lässt Blut in den Adern gefrieren

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Beim Eiskunstlauf geriet ich, Milano Bertone, in eine Diskussion mit einem Kollegen über die gnadenlosen Methoden der Eteri Tutberidze. Die Frau ist als Eishexe bekannt geworden, als sie vor vier Jahren in Peking die erst 15 Jahre alte und später des Kindsdopings überführte Russin Kamila Walijewa mit Schimpf und Schande für deren verpatzte Kür strafte. Tutberidzes Blick ließ Blut in den Adern gefrieren, aber in Mailand stand sie wieder als Trainerin an der Bande. Wir sind bei Olympia, sollen die Sportlerinnen sich mal nicht so anstellen, sagte der Kollege. Entsetzen. Der Streit eskalierte, ich wolle wohl auch noch ein paar Moorenten im naheliegenden Sumpfgebiet Palude Brabbia retten. Ein Naivling, Vater Teresa der Kringeldreherinnen.

Auf dem Weg von der U-Bahn ins Hotel ging ich noch in einen Mini Market rein. Mein Zimmer hat zwar kein Tageslicht, aber einen Kühlschrank. Mit zwei Sixpacks Peroni ging’s auf die letzten paar Hundert Meter, als plötzlich der Himmel seine Schleusen öffnete, ich keinen Schirm hatte, an der Ampel die Lasche des Kartons riss und fünf Flaschen auf dem Pflaster zerschellten. Innerhalb von zwei Stunden waren mir der Kollege, das Bier und der Regen doof gekommen. Die Menschen, die Dinge und die Natur sind gegen mich.

Auf dem Zimmer schalte ich den Monaco auf dem IPad ein. A bisserl was geht immer!