Glamouröser Lifestyle, lukrative Werbeauftritte und sportliche Spitzenleistungen: Viele der herausragenden Athletinnen der Winterspiele in Mailand und Cortina überzeugen nicht nur mit Medaillenchancen und Rekorden, sondern auch mit enormer Präsenz in den sozialen Netzwerken. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder X geben sie Einblicke in ihr Trainingsleben, Reisen und ihren Alltag abseits der Wettkämpfe – und erreichen damit Millionen von Fans weltweit.

Jutta Leerdam (Niederlande/Eisschnelllauf):

Die „Skatefluencerin“ hat mehr als fünf Millionen Follower bei Instagram – und lässt diese stets an ihrem Glamour-Lifestyle teilhaben. Nach Italien, wo die zweimalige Weltmeisterin über ihre Paradestrecke 1000 m zu den Mitfavoritinnen zählt, reiste die Verlobte des US-amerikanischen Box-Influencers Jake Paul im fein geschmückten Privatjet inklusive personalisierter Canapés – und sorgte damit in ihrer Heimat für reichlich Kritik. Leerdam weigerte sich daraufhin, mit der niederländischen Presse zu sprechen, dann gewann sie Gold über 1000 m. Bei ihr und ihrem Verlobten flossen die Tränen.

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Eileen Gu (China/Ski Freestyle):

Sie ist ein Star in zwei Ländern, war 2025 laut Forbes mit einem Einkommen von rund 23 Millionen Dollar die am viertbesten bezahlte Sportlerin der Welt, arbeitet als Model, studiert an der Stanford University Quantenphysik und zierte kürzlich das Cover des renommierten Time-Magazins. Doppel-Olympiasiegerin ist die 22-Jährige, die auf Instagram 2,2 Millionen Follower hat, übrigens auch: 2022 holte die in den USA geborene Athletin für China, dem Herkunftsland ihrer Mutter, Gold in der Halfpipe und im Big Air. In Livigno reichte es bislang für eine Silbermedaille im Slopestyle.

*** BESTPIX *** Freestyle Skiing - Milano Cortina 2026 Winter Olympics: Day 3
Silbermedaillen-Gewinnerin im Slopestyle: Eileen Gu.© Getty Images | Hannah Peters

Chloe Kim (USA/Snowboard):

Im Alter von 17 Jahren wurde sie 2018 in Südkorea, dem Heimatland ihrer Eltern, erstmals Olympiasiegerin – prompt wurden der US-amerikanischen Snowboarderin eigene Cornflakes und eine Barbie-Puppe gewidmet. Seitdem ist sie in den USA ein Star: Unter anderem nahm Kim, die auf Instagram eine Million Follower hat, an der US-amerikanischen Version von The Masked Singer teil und war in einem Musikvideo der Gruppe Maroon 5 zu sehen. Zudem hat sie ihre eigene Modelinie. In Livigno kann die 25-Jährige als erste Frau dreimal in Folge bei Olympia die Goldmedaille in der Halfpipe gewinnen.

Mikaela Shiffrin (USA/Ski alpin): 

108 Weltcupsiege machen sie geschlechterübergreifend zur erfolgreichsten Skirennläuferin in der Weltcupgeschichte – mit ihren 1,5 Millionen Followern auf Instagram teilt sie aber auch zahlreiche private Momente: etwa, als sie ihren Verlobten, den norwegischen Speed-Spezialisten Aleksander Aamodt Kilde, nach dessen Horror-Sturz Anfang 2024 im Krankenhaus besuchte. Shiffrin zierte die Titelseiten von Modemagazinen, ihr Vermögen in US-Dollar dürfte deutlich im zweistelligen Bereich liegen. Im vergangenen Jahr stieg sie als Investorin des Profifußballteams der Frauen in Denver ein – in Livigno jagt sie ihr drittes Olympia-Gold.

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Lisa Buckwitz (Deutschland/Bob):

Mit der Verkündung ihres neuen Sponsors sorgte Lisa Buckwitz vor der Saison für Aufsehen. Die Bob-Pilotin, die sich 2018 schon einmal für den Playboy ausgezogen hatte, wird finanziell von der Erotikplattform OnlyFans unterstützt – und lenkte damit die Aufmerksamkeit auch auf ein altbekanntes Problem: die finanzielle Unsicherheit vieler Topathleten aus weniger populären Sportarten. Auf OnlyFans wolle sie sich aber nicht nackt zeigen, die Inhalte seien ähnlich wie auf Instagram, sagte Buckwitz. Dort hat sie rund 460.000 Follower – und damit mehr als Eishockeystar Leon Draisaitl.

Olympische Winterspiele 2026
Gut gelaunt: US-Star Mikaela Shiffrin bei einer Pressekonferenz. © dpa | Michael Kappeler

Dorothea Wierer (Italien/Biathlon):

Mit 665.000 Followern bei Instagram ist die 35-Jährige der Social-Media-Star des Biathlons, versorgt ihre Fans das ganze Jahr über regelmäßig mit Content. In unmittelbarer Nähe zur Arena in Antholz geboren, erlebt Wierer in diesen Tagen ein echtes Heimspiel, wird überall von den italienischen Anhängern frenetisch bejubelt. Die Olympischen Winterspiele sind das letzte Kapitel ihrer sportlichen Laufbahn, im Anschluss beendet die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin ihre Karriere. Und so wurde es schon nach „Doros“ Silbermedaille mit der Mixed-Staffel hochemotional. sid