Der ukrainische Skeletoni Wladyslaw Heraskewytsch hatte zunächst Unterstützung von Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj erhalten, nachdem er plante, bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo einen besonderen Helm zu tragen. Auf dem Helm sollten Porträts von im Krieg getöteten ukrainischen Sportlerinnen und Sportlern zu sehen sein. Selenskyj dankte Heraskewytsch in den Sozialen Netzwerken „für das Erinnern der Welt an den Preis unseres Kampfes“.

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Doch nun verbietet das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem 27-Jährigen das Tragen des Helms im Wettkampf. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte, der Helm verstoße gegen die Richtlinien der Charta, die politische Äußerungen während des Wettkampfs untersagen. Stattdessen darf Heraskewytsch ein schwarzes Armband im Gedenken an die Kriegstoten tragen. Adams bezeichnete dies als „guten Kompromiss“ und betonte, dass der Athlet sich im Training, in Pressekonferenzen und auf Social Media weiterhin politisch äußern dürfe.

IOC und Russland: Heraskewytsch kritisiert Einfluss im Weltsport

Heraskewytsch hatte zuvor gesagt, dass ihm das Verbot „das Herz breche“. Erstmals hatte er den Kopfschutz am Montag im offiziellen Training getragen; die ersten Wertungsläufe starten am Donnerstag. „Es ist eine Ehre, diese Bilder auf dem Helm zu tragen und der Welt den Preis zu zeigen, den die Ukraine jeden Tag in diesem blutigen Krieg zahlt“, schrieb der Athlet. „Ich möchte für sie antreten und für sie Rennen fahren. Ich will diesen Menschen und ihren Familien meine Ehrerbietung erweisen und an unsere Helden erinnern, denen durch Russland das Leben genommen wurde.“

Einzigartige Fotos – die olympischen Momente des Tages

MILANO CORTINA 2026 - OLYMPISCHE WINTERSPIELE - CORTINA D’AMPEZZO - RODELN - FRAUEN EINZEL
Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz (im Bild) und Merle Fräbel ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
MILANO CORTINA 2026 - OLYMPISCHE WINTERSPIELE - CORTINA D’AMPEZZO - RODELN - FRAUEN EINZEL
Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz (im Bild) und Merle Fräbel ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz (im Bild) und Merle Fräbel ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz (im Bild) und Merle Fräbel ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz (im Bild) und Merle Fräbel ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz und Merle Fräbel (im Bild) ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz und Merle Fräbel (im Bild) ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm
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Die deutschen Rennrodlerinnen liegen nach den ersten beiden Läufen auf Goldkurs. Im Cortina Sliding Centre lieferten sich Julia Taubitz und Merle Fräbel (im Bild) ein packendes Duell.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Bereits vor den Winterspielen in Norditalien äußerte Heraskewytsch Besorgnis über die zunehmende Rolle von Kriegstreibern im Weltsport. „Es ist wirklich traurig“, sagte er der Süddeutschen Zeitung. „Ich habe das Gefühl, dass das IOC und vor allem kleinere Verbände sich immer mehr dem Druck der russischen Seite beugen – dass es nicht um Kriterien oder die Sache geht, sondern nur darum, diese Länder und ihre Athleten zurückzubringen.“

Heraskewytsch will sich IOC widersetzen

Am Dienstagnachmittag kündigte Heraskewytsch schließlich an, seinen Helm trotz des IOC-Verbots bei den Winterspielen tragen zu wollen. Das Kompromiss-Angebot des Internationalen Olympischen Komitees, ausnahmsweise mit einer schwarzen Armbinde zu starten, lehnt der 27-Jährige offenbar ab. „Nein, ich werde den Helm tragen“, sagte Heraskewytsch.