Die Prüfung beim Bundesliga-Tabellenführer haben die BR Volleys bestanden – in der Champions League können sich die Berliner Volleyballer eine gute Ausgangsposition zum Erreichen der Playoffs schaffen. Mit dem 3:1-Auswärtserfolg bei der SVG Lüneburg zog der Titelverteidiger nach Punkten mit den Niedersachsen gleich und hat die anfänglichen Probleme ad acta gelegt. 

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„Durch den Sieg fällt schon Druck von uns ab“, sagte Florian Krage-Brewitz, der nach dem Spiel gegen seinen ehemaligen Verein zum besten Spieler gekürt worden war, „wir sind sehr glücklich über das Ergebnis.“

Am Ende wacher

Nach dem in der Verlängerung mit 26:28 verlorenen ersten Satz kamen die Berliner auf Betriebstemperatur und hatten in den darauffolgenden drei knappen Durchgängen den Erfolg auf ihrer Seite. „Am Ende haben die kleinen Dinge den Unterschied gemacht. Wir konnten am Satzende mehr Druck machen“, sagte Volleys-Trainer Alexandre Leal, der vor zwölf Tagen auf den freigestellten Joel Banks gefolgt war. 

Beide Mannschaften wiesen nach den Niederlagen in der europäischen Königsklasse unter der Woche noch Spuren von Müdigkeit auf, die Berliner waren in den Sätzen zwei bis vier, die mit 25:22, 25:21 und 25:23 gewonnen wurden, etwas wacher. „Am Anfang hatten wir Probleme, ihr Angriffsspiel zu stoppen, aber auch das haben wir immer besser gemacht“, sagte Co-Trainer Markus Steuerwald, „das war ein wichtiges Zwischenziel und entsprechend glücklich sind wir heute Abend.“

Nächstes Zwischenziel im Visier

Für Krage-Brewitz hatten die umkämpften Sätze aber auch eine positive Seite: „Wäre es am Ende nicht so knapp geworden, wären wir mit einem sehr guten Gefühl nach Hause gefahren – so sind wir uns bewusst, dass wir natürlich noch weiter arbeiten müssen.“ 

Vor allem am kommenden Dienstag, wenn VK Lvi Prag am vierten Spieltag im Pool C der Champions League seine Visitenkarte in der Max-Schmeling-Halle (19.30 Uhr/Sportdeutschland.tv) abgibt. Mit einem Erfolg über das tschechische Team, das in den ersten drei Spielen ohne Sieg blieb und mit zwei Punkten den letzten Platz des Vierer-Tableaus ziert, würden die Volleys die Tür zu den Playoffs weit öffnen und das nächste Zwischenziel erreichen.

bm/dpa