Nichtsahnend kehrte Amon-Ra St. Brown vom Jubel in der Endzone auf das Spielfeld zurück. Wenige Augenblicke zuvor hatte der Wide Receiver seinen Touchdown für das NFL-Team der Detroit Lions im gestrigen Hauptrundenspiel bei den Washington Commanders bejubelt, als ihm Daron Payne ansatzlos einen Schlag mit der rechten Faust verpasste.

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Die Schiedsrichter stellten den Verteidiger der Commanders umgehend vom Platz. Offenbar hatte St. Brown den Gegenspieler mit seinem Jubel provoziert. Nach dem Touchdown im ersten Viertel zum zwischenzeitlichen 12:3 zeigte er mit dem Finger Richtung Loge des Northwest Stadiums, in der sich US-Präsident Donald Trump eingefunden hatte. Dann zelebrierte er mit seinen Teamkollegen einen Tanz, mit dem der berühmte Gast vor seiner Wahl zum US-Präsidenten viral gegangen war. Payne hatte für die Einlage allem Anschein nach nicht viel übrig.

US-Präsident Donald Trump (Mitte) in der Loge des Northwest Stadiums in Washington.
US-Präsident Donald Trump (Mitte) in der Loge des Northwest Stadiums in Washington. © Getty Images via AFP | John McDonnell

Trotz Faustschlag: Erfolgreiches Gastspiel für St. Browns Lions

Gut für St. Brown, dass er beim Schlag von seinem Helm geschützt wurde. Von diesem bizarren Moment abgesehen war es ein erfolgreicher Auftritt für den NFL-Profi, dessen Mutter aus Deutschland stammt. Mit den Lions gewann er in Washington mit 44:22. Alle vier Viertel gewannen die Gäste aus Detroit (3:7, 7:11, 6:10, 6:9) und fuhren so einen klaren Auswärtserfolg ein. In der NFC North belegen St. Browns Lions jetzt den zweiten Platz (6 Siege, 3 Niederlagen), die Commanders sind Dritter (3:7) in der NFC East.

Ebenfalls am Sonntag stieg in Berlin das fünfte Gastspiel der NFL auf deutschem Boden, zum ersten Mal kamen Teams aus der wichtigsten Football-Liga der Welt für eine Hauptrunden-Partie nach Deutschland. Am 36. Jahrestag des Mauerfalls trafen die Indiana Colts und die Atlanta Falcons im Berliner Olympiastadion aufeinander. Das Team aus Indiana gewann in der Overtime mit 31:25 und belegt nun in der AFC South Platz eins (8:2), Atlanta in der NFC South Rang drei (3:6).