Nach seiner Basketball-Gala mit bitterem Ende ließ Superstar Luka Doncic erstmal Dampf ab. „Ich bin wütend, 100 Prozent wütend“, schimpfte der NBA-Profi völlig gefrustet nach dem Viertelfinal-Aus seiner Slowenen bei der EM: „Ich hätte im letzten Viertel mehr tun können, ich habe Würfe erzwungen, ich hätte in den entscheidenden Momenten besser sein können, ich habe nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.“

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Doncic beließ es aber nicht bei seiner Selbstkritik, sondern lastete gemeinsam mit seinen Teamkollegen das slowenische EM-Aus gegen Deutschland vor allem den Schiedsrichtern an. Der NBA-Profi von den Los Angeles Lakers haderte vor allem damit, dass er bereits nach rund zwei Minuten ein technisches Foul wegen Reklamierens bekommen hatte. „Ich habe mein erstes technisches Foul schon nach zwei Minuten bekommen, als ich ,Komm schon!‘ rief. So etwas sollte im Viertelfinale nicht passieren, egal, wer der Spieler ist“, monierte Doncic: „Nicht einmal eine Verwarnung zu bekommen – ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was sich die Schiedsrichter dabei gedacht haben.“

Doncic schnell mit vier Fouls

Doncic hatte zu Beginn des dritten Viertels bereits vier Fouls auf dem Konto und stand damit dicht vor der Disqualifikation. „So etwas ist mir in meiner ganzen Karriere noch nie passiert”, sagte der Ausnahmespieler, der auf überragende 39 Punkte, 10 Rebounds und sieben Assists kam. Allerdings hatte Doncic in mehreren Situationen auch Glück, dass Fouls gegen seine Gegenspieler gepfiffen wurden, obwohl eigentlich kein Regelverstoß vorlag.

Sloweniens Trainer Aleksander Sekulic konnte den Frust seines Superstars dennoch verstehen. „Meine Jungs können erhobenen Hauptes nach Hause gehen. Das kann heute nicht jeder auf dem Parkett von sich behaupten”, sagte der Coach in Richtung der Unparteiischen. Er und seine Spieler präsentierten sich in den Katakomben von Riga als schlechte Verlierer. Sloweniens Center Alen Omic fügte vielsagend hinzu: „Dieses Spiel konnten wir heute nicht gewinnen.”