Disziplin, harte Arbeit und Training mit Medizinbällen. Dafür ist Fußballcoach Felix Magath landesweit bekannt. In Berlin vor allem auch noch für das Ende der Bundesligasaison 2021/22. Damals war er als Retter in letzter Not für den kriselnden Klub Hertha BSC gekommen und hatte diesen vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit bewahrt. Jetzt verschlägt es den 71-Jährigen erneut in die Hauptstadt. Zusammen mit der ehemaligen Fußball- und Eishockeyspielerin Kathrin Lehmann übernimmt er die Schirmherrschaft für das neue Projekt „Doppelpass“ des Berliner Fußball-Verbands (BFV).
Auch interessant
Ziel der Initiative ist es, Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu Fußballtrainern zu schulen. Dafür soll ein besonderes Format der Ausbildung genutzt werden. Dieses wurde zusammen mit den Trainerteams des Verbands erarbeitet. In der Tandemausbildung schließen jeweils ein Teilnehmer mit Einschränkung zusammen mit einem Teilnehmer ohne eine solche Beeinträchtigung den Lehrgang gemeinsam ab. Am Ende soll der Erwerb des DFB-Basisscheins stehen.
Menschen mit geistiger Beeinträchtigung sollen zu Trainern ausgebildet werden
Die Organisatoren machten am Montag deutlich, wie wichtig das Projekt sei – denn es geht nicht nur um Sport. „Den Teilnehmern wird ermöglicht, einen Beruf zu erlangen, was sie vorher nicht konnten“, sagte Schutzherrin Lehmann.
Ins Leben gerufen hat das Projekt Lars Mrosko. Der ehemalige Fußballscout ist Inklusionsbeauftragter des Fußball-Landesverbands Brandenburg (FLB). Der Vorstoß ist eine Kooperation aus Berlin und Brandenburg. Und sie sei bundesweit einmalig, so Malte Schruth. Er ist Präsidialmitglied beim BFV. „Wir hoffen, dass es ein Leuchtturmprojekt für Inklusion wird. Es ist superspannend, Dinge zu erproben, wir können andere Landesverbände inspirieren“, sagte er.

Donnerstag
Eiszeit – der Eisbären-Newsletter
Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Für Schirmherr Magath kann der Fußball hier eine besondere Relevanz in der Inklusion haben. „Der Fußball hat die Fähigkeit zu integrieren. Zudem kann Andersartigkeit zu einer Entwicklung der Mannschaft beitragen“, erklärte er. Der Lehrgang soll in zwei Monaten erstmals als Pilotprojekt anlaufen. Erste Ergebnisse werden dann im März bekannt werden.





