Welt- und Europameister, deutsche Meister, Champions-League-Sieger, Medaillengewinner bei den olympischen und paralympischen Spielen in Tokio, die in den Farben Gold, Silber und Bronze funkeln. Die Athleten und Athletinnen haben in diesem Jahr wieder einmal großartig aufgetrumpft und mit Spitzenleistungen bewiesen, dass Berlin auch im Sport die deutsche Hauptstadt ist.

Umso schöner ist es daher, dass es nun auch wieder auf der Grundlage eines regulären Wettkampfbetriebs und internationaler Großereignisse die Wahl zum Sportler des Jahres gibt und die Gewinner und Gewinnerinnen nach der Pause in 2020 wieder im Rahmen der festlichen Champions-Gala im Hotel Estrel geehrt werden. Es ist bereits die 43. Auflage der Wahl zu den Bestens Berlins.

Elena Krawzow
Elena Krawzow wurde 2019 Weltmeisterin über 100 Meter Brust.© picture alliance / Ralf Kuckuck | Ralf Kuckuck

 Auch wenn es in diesem Jahr viele Erfolge der Berliner Athleten und Athletinnen sowie der zahlreichen Mannschaften und Trainer/Manager zu würdigen gibt, so erreichte die wohl schönste Nachricht den Berliner Sport am Donnerstag: Die Paralympics-Siegerin Elena Semechin (geborene Krawzow) hat ihre schwere Operation wegen eines Hirntumors gut überstanden, der Schwimmerin geht es „sehr gut“, wie sie mitteilte. Und sie sei glücklicher als je zuvor.

Bereits vor der OP hatte sich die 28-Jährige schon der Neuigkeit gemeldet, dass der Tumor wohl gutartig sei und die Aussicht zur kompletten Heilung bestehe. Noch am Montag hatte sie ihren langjährigen Freund und Trainer Phillip Semechin geheiratet. Ihre Leistung im Sommer bei den Paraympics ist daher nicht hoch genug einzuschätzen. Mit der Goldmedaille über 100 Meter Brust erfüllte sich die sehbehinderte Athletin ihren großen sportlichen Traum. Diese Leistung macht sie bei der Wahl der Sportlerinnen zu eine der Favoritinnen. Aber natürlich gebührt auch den Olympiadritten Lena Hentschel (20, Wasserspringen) oder Lisa Unruh (33, Bogenschießen) alle Ehre.

Viel Auswahl auch bei den Männern

Abschied von olympischer Bühne: Hausding scheitert im Vorkampf
Abschied von olympischer Bühne: Hausding scheitert im Vorkampf© Unbekannt | Unbekannt

Bei den Männern darf sich Patrick Hausding (32) berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen. Bei seinen letzten Olympischen Spielen gewann der Rekord-Europameister noch einmal die Bronzemedaille im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett, errang zudem zwei EM-Titel - und durfte gemeinsam mit der Berliner Beachvolleyballerin Laura Ludwig bei der Eröffnungsfeier in Tokio die deutschen Fahne ins Stadion tragen.

Donnerstag

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Auch die Kanuten Tim Hecker (24, Olympia-Bronze) Conrad Scheibner (25, zwei WM-Titel) oder die Achter-Ruderer Martin Sauer (38) und Olaf Roggensack (24) mit der Silbermedaille zeigten ihr Ausnahmekönnen. Ebenso wie Radstar Maximilian Schachmann (27), der den Klassiker Paris-Nizza gewann.

In Jahren von olympischen und paralympischen Spielen erhalten Athleten und Athletinnen in Sportarten, die oft nur alle vier Jahre in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, naturgemäß und völlig zurecht mehr Aufmerksamkeit. Umso schöner, wenn diese die mitunter selten mediale Plattform nutzen, für ihre Sportarten und Leistungen zu werben. So wie Skateboarderin Lilly Stoephasius, mit 14 Jahren das jüngste Mitglied in der deutschen Olympia-Mannschaft. Ihr gehört die Zukunft.

Leistungshoch bei den Füchsen

Auf dem Stimmzettel der Gegenwart stehen freilich nicht nur Einzelkämpfer, denn Berlin ist gerade auch in den vielen Mannschaftssportarten eine veritable Macht in Deutschland. Mit den Eisbären (Eishockey), Alba (Basketball) und BR Volleys (Volleyball) errangen gleich drei Klubs in den starken nationalen Ligen die Meisterschaft, die Tischtennisfrauen von Eastside feierten gar das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League.

Die Füchse erleben seit Wochen ein Leistungshoch, sie sind in der laufenden Saison noch ungeschlagen. Bei den Frauen feierten die Wasserfreunde Spandau 04 die deutsche Meisterschaft und stellten ihr Männerteam durchaus in den Schatten.

1. FC Union
So sieht Freude aus: Es darf auch für den 1. FC Union abgestimmt werden© dpa | JOHN MACDOUGALL

Keine Erfolge gibt es ohne Trainer und Manager. Die Macher in Hintergrund und im täglichen Training sind unabdingbar für den Erfolg - und mitverantwortlich dafür, dass Berlin in so vielen Sportarten national und international für Furore sorgt. Urs Fischer (55) etwa, der Trainer des 1. FC Union, führte den Fußball-Bundesligisten nach seiner zweiten Spielzeit in der deutschen Eliteklasse in den europäischen Wettbewerb, die Europa Conference League. Und die Köpenicker mischen auch in der Bundesliga aktuell wieder munter mit.

Sein Pendant in Westend, Pal Dardai (45), wurde im Januar als Retter zurückgeholt und sicherte mit Hertha BSC dank seines leidenschaftlichen Einsatzes die Erstklassigkeit. Dazu kommen die vielen Meister- und Erfolgstrainer wie der legendäre Basketball-Coach Aito Garcia Reneses (74) sowie mit Füchse-Trainer Jaron Siewert der mit 27 Jahren jüngste seines Fachs im Profi-Handball.

Wahl bis zum 21. November

Wer am Ende das Rennen um den Titel zum Champion 2021 macht, entscheiden die Berlinerinnen und Berliner wie in den Vorjahren gemeinsam mit einer Expertenjury (Sportchefs der Medienpartner, Vertreter der Stadt, des Landessportbunds und des Olympiastützpunkts). Die Ergebnisse aus Publikumswahl und Expertenjury fließen zu jeweils 50 Prozent ins Endergebnis ein.

Gewählt werden kann bis zum 21. November - und zwar ausschließlich online bei allen Medienpartnern und unter www.champions-berlin.de. Und alle, die abstimmen, können auch gewinnen – unter anderem Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale 2022 und einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der RBB-Produktion von den „Finals 2022“.

Tickets für die Gala am 4. Dezember gibt es unter www.champions-berlin.de. Gefeiert wird diesmal auf Grundlage eines detaillierten Hygiene-Konzepts und der 2G-Regel (geimpft oder genesen) sowie in einem kleineren Rahmen: Statt 2000 Gästen können im Estrel 1000 Gäste dabei sein und das hochklassige Show-Programm genießen. Ein begrenztes Kaufkartenkontingent ist erhältlich für 135 Euro pro Ticket unter www.champions-berlin.de sowie telefonisch unter: 030 301118611.