Fußball

Salut-Jubel: Berliner Fußball-Verband sucht Dialog mit Klubs

Um die Nachahmung des Salut-Jubels türkischer Nationalspieler in Berlin zu verhindern, setzt der Fußball-Verband auf Prävention.

Der Berliner AK ist einer von vielen türkisch geprägten Vereinen in Berlin.

Der Berliner AK ist einer von vielen türkisch geprägten Vereinen in Berlin.

Foto: Fotostand / Weiland / picture alliance / Fotostand

Berlin. Der Berliner Fußball-Verband (BFV) erwartet nach dem Wirbel um den Salut-Jubel türkischer Nationalspieler am Wochenende im Amateurbereich der Hauptstadt keine vergleichbaren Zwischenfälle. „Wir haben in den letzten Tagen viele persönliche Gespräche geführt und sind gut vorbereitet, damit nichts eskaliert“, sagte Mehmet Matur, Präsidialmitglied Integration bei BFV, am Mittwoch. Matur selbst habe mit vielen Verantwortlichen gesprochen, „damit so etwas nicht vorkommt und es auch keine Provokationen gibt“, sagte er: „Wir wollen sehr gut aufgestellt sein, können aber nie etwas ganz ausschließen.“

In Berlin gibt es eine Vielzahl an Vereinen mit türkischstämmigen Mitgliedern. Türkiyemspor ist unter ihnen der größte, aber auch andere Klubs wie Viertligist Berliner AK 07 haben einen starken türkischen Hintergrund.

Jugendtrainer sollen mit Spielern sprechen

„Bislang gab es hier in Berlin insgesamt noch keine bekannten Vorfälle, aber wir werden jetzt besonders wachsam sein“, sagte Matur: „Wir haben die Vereine auch aufgefordert, mit ihren Jugendtrainern und Spielern zu sprechen, damit es keine unnötigen Konflikte gibt.“ Auch die Schiedsrichter sollen noch sensibilisiert werden, auf mögliche Vorfälle zu reagieren.

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden.