Fussball

Viktoria gewinnt den Berliner Landespokal

Der Regionalligist setzt sich vor 2712 Zuschauern im Jahn-Sportpark mit 1:0 gegen Tennis Borussia durch.

Rafael Brand (r.) freut sich über den Siegtreffer im Pokalfinale.

Rafael Brand (r.) freut sich über den Siegtreffer im Pokalfinale.

Foto: Matthias Kochvia www.imago-images.de / imago images / Matthias Koch

Berlin. Alexander Arsovic saß völlig durchnässt auf dem Podium. Kurz bevor er in die Kabine gegangen war, erwischte ihn einer der Spieler von Viktoria 1889 mit einer ordentlichen Bierdusche. So enden Freudentage im Fußball oft, der Trainer wird überschüttet im Rausch des Sieges. Mit 1:0 (0:0) hatte der FC Viktoria zuvor das Finale des Berliner Landespokals gewonnen, der Regionalligist setzte sich im Duell mit der eine Liga tiefer spielenden Mannschaft von Tennis Borussia Berlin durch und holte sich den Titel, den der Klub zuletzt 2014 erobert hatte.

„Für uns war es wichtig, dass wir geduldig Fußball spielen, dass wir die Nerven nicht verlieren. Riesenlob an die Jugs, dass sie es so hervorragend gemacht haben“, sagte Arsovic, dessen Klub sich außerdem über den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals und die damit verbundene Prämie von ca. 120.000 Euro freuen kann.

TeBe zeigt sich sehr engagiert

Ungewöhnlich früh begann das Finale in diesem Jahr aufgrund der Übertragung in der ARD. Dennoch konnte die erwartete Zuschauerzahl von 1500 Besuchern deutlich übertroffen werden. 2712 Fans beider Teams sowie vereinzelt auch schon Anhänger der am Abend im Olympiastadion beim DFB-Pokalfinale tätigen Mannschaften von Bayern München und RB Leipzig fanden sich im Jahn-Sportpark ein.

Sie sahen eine Partie, die weitgehend von Viktoria bestimmt wurde. Lediglich eine Chance war für Oberligist Tennis Borussia in der ersten Halbzeit zu verzeichnen. Allerdings zeigte sich TeBe sehr engagiert und ließ dem Regionalligisten in der Offensive ebenfalls wenig Raum zur Entfaltung. „Wir waren bemüht, waren fleißig, haben gut verteidigt“, sagte Trainer Dennis Kutrieb. Zwar erhöhte Viktoria den Druck in der zweiten Hälfte zunächst, konnte sich aber gegen die kompakte Abwehr von TeBe nur selten durchsetzen.

Brand erzielt den goldenen Treffer

Als es fast schon danach aussah, als könnte sich der Außenseiter die Verlängerung erkämpfen, startete Viktoria einen schnellen Angriff aus dem Mittelfeld. Ein tiefer Pass in die Spitze erreichte Rafael Brand, der den Ball in das lange Ecke schob und zum 1:0 traf (81.). Damit war die Partie entschieden, TeBe schafft es nicht mehr, den Gegner zu bedrängen. „Ich denke, dass wir einfach zu wenig Torchancen hatten. Es war nicht unverdient, dass Viktoria gewinnt“, sagte TeBe-Kapitän Nicolai Matt.