Radsport

Kluge/Reinhardt fahren bei den Berliner Sixdays auf Sieg

Für das Duo wäre es der erste gemeinsame Erfolg beim Sechstagerennen, das die zweite Station der internationalen Serie ist.

Für Roger Kluge (l.) und Theo Reinhardt wurden 2018 gemeinsam Weltmeister.

Für Roger Kluge (l.) und Theo Reinhardt wurden 2018 gemeinsam Weltmeister.

Foto: Kristof Van Accom / dpa

Berlin.  Die Frage nach dem Favoritenpaar beim 108. Berliner Sechstagerennen (24. bis 29. Januar 2019) war schnell geklärt. Bei der Vorstellung der 16 Teams aus neun Nationen griff Lokalmatador Roger Kluge im Velodrom nach einem Mikrofon und nahm sich und seinen Berliner Partner Theo Reinhardt (28) in die Pflicht. „Wir sind 2018 zusammen Weltmeister geworden und unheimlich stolz, im Regenbogentrikot zu starten. Als Weltmeister kannst du nicht sagen, du willst Vierter werden“, so der 32-Jährige, der allerdings das Duo Yoeri Havik (27) und Wim Stroetinga (33) als „absolut ebenbürtig“ einstufte.

Die beiden Niederländer gewannen im Januar 2018 in Berlin, zeigten Ende Oktober in London mit dem Platz auf dem höchsten Treppchen erneut ihre Klasse. Kluge/Reinhardt kamen dort auf Platz drei - genau wie zu Jahresbeginn beim Heimrennen. Bislang konnte sich Roger Kluge zweimal im Velodrom als Sieger feiern lassen. 2011 an der Seite von Robert Bartko (Berlin) und 2013 mit dem Niederländer Peter Schep. Für Theo Reinhardt wäre es eine Premiere.

Bahnzeiten für den Nachwuchs wurden ausgeweitet

Die sechs Tage in der britischen Hauptstadt bildeten den Anfang der internationalen Serie, bei der Berlin die zweite Station ist. Zwischen dem 31. Januar und dem 14. April 2019 folgen Kopenhagen, Melbourne, Manchester und das Finale in Brisbane an Australiens Sonnenküste. Neben der Sechstage-Kerndisziplin, dem Zweier-Mannschaftsfahren, werden 24 Frauen sowie voraussichtlich sieben Sprinter und ebenso viele Steher um den jeweiligen Gesamtsieg kämpfen.

Die Liebhaber der Rennen hinter den Motorrädern müssen sich auf die beiden Schlusstage Montag und Dienstag konzentrieren. Dieter Stein, Sportlicher Leiter im Velodrom, erklärt die Veränderung: „Wir haben die Bahnzeiten für den Nachwuchs deutlich ausgeweitet und mussten deswegen die einzelnen Tage neu strukturieren. Das hat auch die Steher getroffen.“ Keine Veränderung soll es bei der Zusammenarbeit mit Eurosport geben. Der TV-Sender plant, täglich zwischen zwei und drei Stunden vom Berliner Traditionsrennen zu berichten.