Bundesliga

Diskussion um Superliga: Grindel für gerechte Balance

Neben dem DFB-Präsidenten äußern sich auch viele Klub-Verantwortliche zum Thema. Die Meinungen sind gespalten

DFB-Präsident Reinhard Grindel

DFB-Präsident Reinhard Grindel

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Berlin.  In der Debatte um die mögliche Einführung einer Superliga im europäischen Fußball setzt DFB-Präsident Reinhard Grindel auf einen Interessensausgleich. „Ziel der jetzt anstehenden Beratungen über die Reform der Klub-Wettbewerbe auf Ebene der Fifa und Uefa muss es sein, für eine gerechte Balance der Interessen der größeren Klubs und des fairen Wettbewerbs in den nationalen Ligen zu sorgen“, sagte Grindel

Eine Beraterfirma soll Real Madrid im Oktober Pläne für die Einführung einer Superliga als Konkurrenz zur Champions League vorgelegt haben, hatte der „Spiegel“ am Freitag berichtet. Demnach sei vorgesehen, dass 16 Topklubs, darunter der FC Bayern und Borussia Dortmund, eine Absichtserklärung im November unterzeichnen. Funktionäre beider Vereine sagten, davon keine Kenntnis zu haben.

Held: „Dann müssen sie in der 4. Liga wieder anfangen“

Reaktionen gab es dennoch aus der Bundesliga: „Ich war immer im Bilde und weiß, dass es keine Bundesliga ohne die Bayern und Dortmund geben wird. Dass die großen Vereine immer überlegen, wie sie mehr Geld verdienen können, ist legitim“, sagte Leverkusens Sportchef Rudi Völler. Hannovers Manager Horst Heldt sah es deutlich kritischer: „Wenn die Bayern meinen, sie müssen die Bundesliga verlassen, sollen sie es machen. Wenn sie feststellen, dass es doch nicht so toll ist, müssen sie in der 4. Liga wieder anfangen.“

Frankfurts Präsident Peter Fischer war sich sicher: „So ein System wird nie funktionieren und bleibt eine Luftnummer. Und Schalkes Sportvorstand Christian Heidel sagte: „Ich glaube, die Bayern würden nie auf die Idee kommen, sich aus der Bundesliga zu verabschieden. Es ist nicht das, was ihre Fans sehen wollen.“