Fußball

Hübner rettet Union gegen Duisburg Punkt in Nachspielzeit

2:2: Der 1. FC Union Berlin hat gegen Schlusslicht MSV Duisburg zumindest noch einen Punkt geholt.

Union und Duisburg haben sich mit einem 2:2 verabschiedet

Union und Duisburg haben sich mit einem 2:2 verabschiedet

Foto: dpa

Nach dem Abpfiff konnte Florian Hübner schon wieder lachen. „Dass er mich an den Hals packt, gehört sich nicht“, sagte der Abwehrspieler des 1. FC Union: „Aber ich denke, ich habe die richtige Antwort darauf gegeben.“ Er, das war Richard Sukuta Pasu, jener Stürmer des MSV Duisburg, der mit seiner Unbeherrschtheit jenen Freistoß für den Berliner Fußball-Zweitligisten verursachte, den Torwart Rafal Gikiewicz von der Mittellinie wuchtig in den Strafraum schlug. Dort stieg Hübner vor 20.329 Zuschauern in der Alten Försterei in der 90. Minute am höchsten, wuchtete den Ball per Kopf zum 2:2 (1:0) gegen das Schlusslicht ins Tor und rettete sein Team damit vor jener bösen Überraschung, vor der Trainer Urs Fischer im Vorfeld noch gewarnt hatte.

Union verpasste damit die Tabellenführung, ist allerdings auch nach fünf Saisonspielen noch ungeschlagen. Doch insgesamt blieb man im Spiel nach vorn erneut einiges schuldig. „Wenn ich den Auftritt meiner Mannschaft sehe, bin ich zufrieden“, sagte Fischer: „Sie hat das Spiel angenommen, hatte die richtige Einstellung. Wir hatten Spiel und Gegner im Griff.“ Doch die Eindrücke der zweiten Halbzeit ließen den Schweizer von zwei verlorenen Punkten sprechen: „Da waren wir in der Vorwärtsbewegung nicht mehr so gut und berauben uns mit zwei individuellen Fehlern der Punkte.“ Mittelfeldspieler Grischa Prömel suchte nach einer Erklärung dafür: „Am Ende hat uns die Überzeugung gefehlt, die Wucht nach vorn.“

Tatsächlich präsentierte sich Unions Defensive bei beiden „Toren aus dem Nichts“ (Fischer) erstaunlich fahrlässig. Nach Akaki Gogias Linkshammer zum 1:0 (44.), bei dem Ex-Union-Torwart Daniel Mesenhöler im MSV-Tor keine Chance hatte, war es Mesenhölers Nachfolger bei Union, der patzte. Wenn Gikiewicz „aus seinem Tor kommt, muss er ihn auch haben. Oder er bleibt auf der Linie“, sagte Hübner.

Doch nach Gikiewiczs unglücklicher Abwehr sprang der Ball vor die Füße von Cauly Oliveira Souza, der den Ball zwar nicht richtig erwischte, aber dennoch zum 1:1 traf (77.). Sechs Minuten später schloss Sukuta Pasu einen Konter eiskalt ab, Manuel Schmiedebach hatte den Ball verloren (83.). Dann kam Hübner.

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