Sollten Sie in Mitte oder Friedrichshain unterwegs sein und plötzlich fliegt einer auf einem Brett mit Rollen drunter an Ihnen vorbei – wundern Sie sich nicht, denn die besten Skateboarder der Welt sind bis zum kommenden Sonntag in der Stadt. Und das nicht nur in der Skatehalle in der Revaler Straße 99, sondern auch mitten unter uns, um eine breitere Öffentlichkeit mit ihrer Akrobatik auf Rädern zu erstaunen. Der Name des Events CPH Open, zu dem sich die Skater-Elite trifft, verrät den Gründungsort der Veranstaltung, die erstmals in Berlin Station macht. CPH ist Flughafenkürzel für Kopenhagen, wo man sich erstmals im Jahr 2007 traf. In diesem Jahr haben die Dänen im Tivoli nichts zum Gucken, Berlin ist angesagt für Kyle Walker (24) aus den USA, der weltbeste Skater des vergangenen Jahres, oder seinen Landsmann Ishod Wair (26). Vor beiden ist schon lange weltweit kein Treppengeländer oder ähnliches mehr sicher und ihr Können wird unter anderem am Freitag (17 Uhr) bei der „Supermarkt Session“ in der Holzmarktstraße 66 und am Sonnabend (13 Uhr) im Böcklerpark (Adresse: Prinzenstraße 1) zu sehen sein.
Es geht um 5000 Dollar am Parcours an der Revaler Straße
Die stärksten Konkurrenten der beiden US-Stars dürften der Goldmedaillengewinner der X-Games 2016, Sam Beckett (26), aus Großbritannien und auch Rune Glifberg aus Dänemark sein. Letzterer ist mit mittlerweile 43 Jahren eine Legende der Männer auf den rollenden Brettern, gewann 1996 und 1998 die nordamerikanische Meisterschaft im kanadischen Vancouver und ist noch immer ein Dauerbrenner der Szene.
Nach der Qualifikation am gestrigen Donnerstag und den oben genannten Events mitten in der Stadt werden Halbfinale und Finale am Sonnabend ab 16 Uhr bei freiem Eintritt in der Revaler Straße ausgetragen. Die größte Indoor-Halfpipe Europas, die dort normalerweise steht, 18 Meter breit und mit 4,20 Meter hohen Wänden, wurde abgebaut, musste dem Straßen-Parcours mit jeder Menge Hindernissen für die CPH Open weichen. Der Sieg bei der Premiere in Berlin ist mit immerhin 5000 Dollar (rund 4300 Euro) dotiert. Ganz schön viel Geld für eines der angesagtesten Großstadt-Hobbys.


