Steven Skrzybski arbeitet gerade an der Verwirklichung seines Kindheitstraums. Den ersten Schritt dahin hat er schon geschafft. Der Wechsel zum FC Schalke 04 steht seit einigen Wochen fest. Doch auch wenn sich der Toptorschütze vom 1. FC Union sogar im Urlaub akribisch auf sein Bundesligadebüt vorbereitet, lässt ihn Berlin noch nicht ganz los. 27.000 Fans wählten den 25-Jährigen nun zum Berliner „Profifußballer der Saison 2017/18“, das ergab eine Abstimmung, die unter Regie des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) durchgeführt wurde. „Skrzybski hat in der vergangenen Spielzeit 14 Tore für den
1. FC Union erzielt. Er war ein wichtiger Spieler für den Zweitligisten. Die Wählerinnen und Wähler und die Jury haben die richtige Wahl getroffen“, sagte BFV-Präsident Bernd Schultz. Unions Eigengewächs erhielt 34 Prozent der Stimmen – und schlug damit die Bundesliga-Kollegen von Hertha BSC.
Marvin Plattenhardt, gerade in Diensten der deutschen Nationalmannschaft in Russland unterwegs, und Davie Selke, jüngst aus dem Urlaub in Mexiko zurückgekehrt, landeten auf den Plätzen zwei und drei. Die Preisverleihung findet am 4. Juli statt. Plattenhardt wird dort vermutlich nicht auf der Gästeliste stehen. Auch wenn die WM an diesem Tag spielfrei hat, hat Herthas Außenverteidiger bis zum 15. Juli (Finale) höchstwahrscheinlich andere Pläne.
Skrzybski hingegen wird dann wohl seinen vorerst letzten großen Auftritt in Berlin haben, bevor für ihn das Bundesliga-Abenteuer Schalke startet. In Köpenick hat man schon für Ersatz gesorgt. Mit Manuel Schmiedebach kommt ein Berliner zurück in die Hauptstadt. Der Mittelfeldstratege von Hannover 96, der seine Karriere bei Schwarz-Weiß Spandau startete und fünf Jahre für Herthas Nachwuchs und die zweite Mannschaft spielte, wechselt auf Leihbasis für ein Jahr zu Union. Nach einem Jahr beim SV Sandhausen kehrt auch Mittelfeldspieler Eroll Zejnullahu zurück. Kristian Pedersen hingegen verlässt die Köpenicker und schließt sich Englands Zweitligisten Birmingham City an.
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