Die Wasserfreunde Spandau 04 haben zum vierten Mal seit Beginn ihrer Meisterschafts-Dominanz mit 36 Titeln seit 1979 die nationale Krone abgeben müssen. Aber der Spandauer Kapitän Marko Stamm schwor nach dem 2:3 in der Best-of-Five-Serie gegen Waspo 98 Hannover: "Den Titel holen wir uns zurück". Hannover schaffte das nationale Triple aus Supercup, Pokal und Meisterschaft.

Waspo, zuletzt 1993 Champion, siegte am Samstag im entscheidenden Spiel vor 1000 Zuschauern im Stadionbad von Hannover mit 7:5 (3:0,2.2,1:2,1:1) und holte sich nach 25 Jahren Abstinenz erstmals wieder den Titel. Die Gastgeber war sowohl individuell als auch in der mannschaftlichen Geschlossenheit überlegen. Die Gäste versuchten alles und kämpften engagiert, erreichten aber nicht das Niveau der beiden vorangegangenen Spiele.

Marko Stamm wollte nicht von einer Ablösung im deutschen Wasserball sprechen. "Um uns abzulösen, bedarf es mehr als eines Einmal-Erfolges. Waspos Einsatz ist aber hervorzuheben, denn so bleibt die Sportart hierzulande am Leben. Waspo hat verdient gewonnen, aber wir kommen zurück", sagte der Berliner Spielmacher.

Auch 04-Präsident und Bundestrainer Hagen Stamm nahm Spandaus Niederlage vor allem als Anreiz für die weitere Arbeit im Verein: "Es ist normal, dass mal andere Clubs gewinnen, wir haben kein Abo auf den Titel."

Während für Hannover die Saison zu Ende ist, findet sie für Spandau am nächsten Wochenende (7.-9. Juni) beim Final 8 der Champions League in Genua noch eine Fortsetzung. Dort treffen die Berliner am Donnerstag im Viertelfinale auf Titelfavorit Olympiacos Piräus und könnten mit einem Sieg das Halbfinale am Freitag

dpa