Der FC Bayern München hat mit der Fortsetzung seiner Siegesserie die Lage des Wolfsburger Trainers Martin Schmidt weiter verschärft. Der Tabellenführer der Bundesliga schlug den lange gut spielenden VfL Wolfsburg trotz schwacher erster Halbzeit mit 2:1 (0:1) und bleibt im neuen Jahr ungeschlagen. Schmidt kassierte hingegen in seinem 100. Bundesligaspiel eine weitere Niederlage, wodurch seine Mannschaft noch tiefer in den Abstiegskampf rutscht und sein Job bei den Niedersachsen weiter gefährdet ist.
„Wir waren nicht so aggressiv mit dem Ball und nicht zielstrebig genug. Deshalb stand es 0:1 zur Pause“, sagte Weltmeister Thomas Müller: „Aber mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir eine ganz andere Einstellung gezeigt. Dieser Wille, Spiele zu gewinnen, auch wenn es nicht mehr wirklich spannend wird vorn in der Tabelle – das macht einfach Spaß.“
Mit ihrem wieder genesenen Trainer Jupp Heynckes an der Seitenlinie trafen drei Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Dienstag (20.45 Uhr, ZDF und Sky) Ex-Herthaner Sandro Wagner (64.) und Robert Lewandowski (90.+1/Foulelfmeter) für die Münchner.
Vor dem Siegtreffer war Arjen Robben vom erst 19 Jahre alten VfL-Profi Gian-Luca Itter am Arm gerissen und so zu Fall gebracht worden. „Ich denke, er kann da auch einfach weiterlaufen und muss nicht fallen“, sagte Daniel Didavi, der die Wolfsburger vor 30.000 Zuschauern bereits nach acht Minuten in Front gebracht hatte.
Robben selbst hatte den Ausgleich für den Rekordmeister aus dem Fuß. Doch Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels lenkte den nur mäßig geschossenen Elfmeter des Niederländers an den Pfosten. Corentin Tolisso war zuvor von Renato Steffen gefoult worden (53.).
BM

