Eins, zwei, drei – Liebelei? Es darf spekuliert werden über eine märchenhafte Liason zwischen der kanadischen Tennis-Schönheit Eugenie Bouchard und ihrem größten Anhänger, dem 20-jährigen Marketing-Studenten John Goehrke. Ein Star und sein Fan – ein Paar? Und was ist eigentlich mit Bouchards Freund, der gerade in Berlin weilt? Doch der Reihe nach.
Alles begann im Februar mit einer Wette auf Twitter. Es lief das Super-Bowl-Finale zwischen den Atlanta Falcons und den New England Patriots, Atlanta führte scheinbar deutlich mit 28:3, als Marketing-Student John Goehrke auf Bouchards Twitter-Account frech fragte: „Gehst du mit mir aus, wenn die Patriots doch noch den Super Bowl gewinnen?“ Bouchard antwortete kurz „Sure“ – und die Patriots gewannen noch 34:28 nach Verlängerung.
Gesagt getan. Bouchard besuchte mit ihrem Fan ein Basketball-Spiel der Brooklyn Nets, postete schöne Twitter-Bilder und flötete danach: „Ich hatte Glück. Er hat mich wie ein Gentleman vom Hotel abgeholt und hat mir sogar ein kleines Geschenk mitgebracht.“ Klein? Naja: Es sollen Ohrringe von Tiffany gewesen sein.

Ein Marketing-Gag das Ganze? Auch. Eine Liaison? Vielleicht. Es durfte fortan spekuliert werden über das durchaus bemerkenswerte Verhältnis eines 23-jährigen Tennis-Stars zu einem zugegebenermaßen sehr smart wirkenden 20-jährigen Fan. Was nun zusätzliche Nahrung erhielt. Denn vor wenigen Tagen postete Bouchard mit herausgestreckter Zunge ein Bild von Bild von Goehrke und sich auf dem Sofa: „Schaut mal, wer mich besucht hat“.
Und am Mittwoch sichtete die „Sun“ das Pärchen gar am Strand von Miami Beach beim dritten Date - was Bouchard übrigens noch nicht getwittert hat. Es darf spekuliert werden, ob aus dem Rendezvous zwischen Fan und Star tatsächlich eine Romanze wird.
Eugenie Bouchard wird das nur recht sein, denn ihre sportliche Karrriere hat zuletzt einen dramatischen Tiefflug erlebt. Sie eroberte vor drei Jahren mit Glanz und Gloria die Tennis-Welt. „Genie“, wie sich die kesse Kanadierin Eugenie Bouchard nennt, erreichte das Halbfinale bei den Australian Open und den French Open. In Wimbledon stand sie sogar im Finale, verlor jedoch deutlich gegen die Tschechin Petra Kvitova.

Auch ihren bislang einzigen Titel feierte Bouchard 2014 - beim Turnier in Nürnberg. Der Lohn: Weltranglistenplatz 5 im Oktober 2014, Kanadas Sportlerin des Jahres 2014 und Aufsteigerin des Jahres beim Frauentennisweltverband WTA.
Drei Jahre später sieht die Welt für die 23-Jährige anders aus. Die Kanadierin ist in der Weltrangliste mittlerweile auf Rang 82 abgestürzt, schied bei ihren letzten vier Turnieren 2017 allesamt in der ersten Runde aus. Beste Ergebnisse dieses Jahres: Viertelfinale in Madrid, wo sie Angelique Kerber ausschaltete, und Halbfinale in Sydney.
Grund zur Trauer? Aber nein. „Es gibt Leute, die viel schlimmere Zeiten erleben“, sagte sie der „South China Morning Post“ in Hongkong. „Und ob mein Ranking von fünf auf 50 fällt - was es getan hat - oder von 50 auf 80 bedeutet immer noch, dass ich zu den Top 100 der besten Tennisspielerinen der Welt gehöre.“ Und fügt an: „Ich habe trotzdem ein überragendes Leben. Ich kann nicht sagen, dass es für mich hart ist, was ich durchmache.“.

Kann man wohl so sagen. Denn da sind noch andere Zahlen: 1.5 Millionen Fans auf Facebook, 1,5 Millionen Fans auf Instagram und 1,55 Millionen Fans auf Twitter – fünfmal mehr als die ehemalige Weltranglistenerste Angelique Kerber.
Denn „Genie“ ist in den sozialen Medien sehr aktiv. Postet Livevideos aus dem Auto und vom Gym, posiert im roten Baywatch-Bikini vor einer weißen Wand und beim Golfen in Luxemburg – und musste bei einem sehr freizügien Shooting für „Sports Illustrated“ sieben Badeanzüge innerhalb von sechs Stunden wechseln und immer lächeln, posen, auf gute Laune machen. „Das war harte Arbeit, ich war richtig erschöpft“, sagt sie anschließend.

Sie lässt eben gerne die Öffentlichkeit an ihrem Leben teilhaben. An Bikini-Shootings, Gym-Lessons - und Twitterdates. Letzteres wird auch ihrem Freund nicht entgangen sein.
Pikanterweise spielt der gerade in Deutschland und am heutigen Mittwochabend in – Berlin. Es ist Eishockeyspieler Jordan Caron von den Krefeld Pinguinen, Gegner der Eisbären Berlin in der Mercedes-Benz-Arena.
Der Stürmer mit der Nummer 57 wurde im Oktober in Krefeld vorgestellt. „Interessant ist übrigens auch die Freundin des smarten Angreifers. Es handelt sich um die Weltklasse-Tennisspielerin Eugenie Bouchard, die bereits bei den French Open und Australian Open im Halbfinale sowie im Finale von Wimbledon stand“, schrieben die Krefeld Pinguine auf ihrer Homepage bei der Verpflichtung Carons.
Da war das Twitter-Date seiner Freundin mit dem Fan allerdings noch einmalig.



