Anaheim

Gewichtheber-WM: Neun Länder fehlen wegen Doping

Anaheim. Die deutschen Gewichtheber versprechen sich bei den Weltmeisterschaften in Anaheim/USA deutlich bessere Platzierungen als in den Vorjahren. Grund ist die Abwesenheit von neun erfolgreichen Nationen, die eine einjährige Doping-Sperre verbüßen. Das sind Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, China, Moldawien, Kasachstan, Russland, die Türkei und die Ukraine. Diese Länder hatten bei den vorangegangenen Titelkämpfen 2015 in Houston 28 Zweikampf-Medaillen gewonnen.

„Wir sind chancenreicher als sonst. Aber unsere Athleten müssen dafür natürlich ihre Topleistungen abrufen“, sagte Bundestrainer David Kurch. „Es gibt noch andere Länder, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat. Skeptisch muss man immer sein“, sagte dagegen der ehemalige Europameister Jürgen Spieß (Klasse bis 94 kg). Der Weltverband muss immer noch den Ausschluss von den Olympischen Spielen fürchten.

Acht deutsche Männer nehmen ab Donnerstag am Championat in der 350.000-Einwohner-Stadt südlich von Los Angeles teil. Deutsche Frauen sind nicht am Start. Als erster Hoffnungsträger ist am Freitag der Berliner Robert Joachim in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm im Einsatz. Mit Michael Müller (bis 85 kg) gehört noch ein zweiter Berliner zum WM-Team.

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