Präsident Wolfgang Dietrich hatte schon am Freitag einen Termin beim Notar. Nach der überraschend deutlichen Zustimmung durch 84,2 Prozent der Mitglieder des VfB Stuttgart zur Ausgliederung der Fußballer in eine Aktiengesellschaft am Abend zuvor drückt der Klub aufs Gas. „Die Formalien sind in etwa vier Wochen abgeschlossen“, sagte Dietrich. Dann existiert die neue VfB Stuttgart 1893 AG und kann Geld von Investoren einsammeln – 41,5 Millionen Euro vom ortsansässigen Autobauer Daimler sind für 11,75 Prozent der Anteile bereits vereinbart. „Ich glaube, dass das diesem Verein einen riesigen neuen Impuls gibt“, sagte Dietrich.
Nicht nur die Möglichkeiten auf dem Transfermarkt sollen sich verbessern. Sportvorstand Jan Schindelmeiser darf zwar für die Bundesliga-Saison nun mit einem Personaletat von 50 Millionen Euro (statt 40 Millionen) planen und hat dem Vernehmen nach rund 25 Prozent der Daimler-Investition bei Bedarf sofort für Spielerkäufe zur Verfügung. Der Traditionsverein will das Geld aber auch in seine Infrastruktur stecken. Ebenso in Jugendtrainer und Scouting will Stuttgart investieren. „Wir wissen, welche Verantwortung wir hier übernommen haben“, betonte Präsident Dietrich.
dpa

