Die 18 Klubs der Fußball-Bundesliga haben bei ihrem zwölften Umsatzrekord in Serie geschafft, den Vorjahreswert von 2,62 Milliarden Euro noch einmal um 23,71 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro zu steigern. Darin spielt der neue Fernsehvertrag, der den 36 Teams aus der Deutschen Fußball-Liga (DFL) pro Spielzeit erstmals mehr als eine Milliarde Euro garantiert, bei diesen Zahlen noch gar keine Rolle. Er gilt erst ab 2017/18.
Weitere Kennzahlen des Booms: Nach Steuern erwirtschafteten die Klubs einen Gewinn von 206,2 Millionen Euro – viermal mehr als im Vorjahr. Auch die 18 Vereine der Zweiten Liga steigerten ihren Umsatz noch einmal um 20,6 Prozent von 504,6 Millionen auf 608,3 Millionen Euro. Alle 36 Profiklubs zusammen zahlten nach DFL-Angaben auch erstmals Steuern und Sozialabgaben von mehr als einer Milliarde Euro (1,13 Mrd.).
DFL-Chef Christian Seifert rechnete allerdings auch vor, dass Wachstum eine Notwendigkeit sei, um im internationalen Vergleich mithalten zu können. Von den 20 umsatzstärksten Klubs Europas kamen nur drei aus der Bundesliga (Bayern, Dortmund, Schalke). Gesund sei der Einnahmenmix. 28,77 Prozent entfielen auf Medieneinnahmen (933,3 Mio. Euro). 23,81 Prozent machten die Werbeeinnahmen aus (772,5 Mio. Euro), 16,41 Prozent die Transfererlöse (532,6 Mio. Euro) und nur 16,26 Prozent aus Ticketverkäufen und Spieltagseinnahmen. Der Anteil der Personalkosten fiel von 38 (2014/15) auf 32,6 Prozent (Durchschnittsgehalt: 1,9 Mio. Euro).
BM

