Tour de France

Froome stürzt, behält aber das Gelbe Trikot des Führenden

Auf der 19. Etappe hinein ins Mont-Blanc-Massiv gibt es zahlreiche Stürze. Kurz vor dem Ende der Tour siegt doch noch ein Franzose.

Nicht nur für Chris Froome war die 19. Etappe eine Qual

Nicht nur für Chris Froome war die 19. Etappe eine Qual

Foto: Yoan Valat / dpa

Saint-Gervais.  Der französische Radprofi Romain Bardet hat die 19. Etappe der 103. Tour de France gewonnen. Auf dem anspruchsvollen und von vielen Stürzen überschatteten Tagesabschnitt in den Alpen über 146 Kilometer von Albertville nach Saint-Gervais im Mont-Blanc-Massiv setzte sich der 25-Jährige vom Team AG2R La Mondiale nach einer Attacke im Schlussanstieg durch. Für die Gastgeber war es der erlösende erste Etappensieg bei der diesjährigen Tour de France.

Als einer von vielen Fahrern stürzte auch Chris Froome (Sky) als Träger des Gelben Trikots im verregneten Finale und zog sich Schürfwunden am Rücken sowie Blessuren an der rechten Schulter zu. Der Brite wechselte nach dem Sturz blitzschnell auf das Rad eines Teamkollegen, erreichte letztlich als Neunter das Ziel und baute die Führung in der Gesamtwertung sogar aus. Sein Vorsprung auf den neuen Zweiten Bardet beträgt 4:11 Minuten.

Deutsche lange in einer Fluchtgruppe

Offenbar beeinträchtigt von den Sturzverletzungen geriet der bislang so dominante Froome auf den letzten Kilometern erstmals in ernste Schwierigkeiten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kämpfte sich der 31-Jährige die Montée de Bisanne hinauf, konnte am Ende aber nicht alle Attacken parieren. An der Seite seines Edelhelfers Wout Poels rollte er ins Ziel. Zuvor hatte Bardet im chaotischen Finale angegriffen und sich unter dem Jubel der Franzosen nicht mehr einholen lassen.

Die deutschen Fahrer zeigten sich in Person von Zeitfahr-Spezialist Tony Martin (Cottbus/Etixx-Quick Step), Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-Argon 18) und Marcus Burghardt (Zschopau/BMC Racing) lange in einer Fluchtgruppe, hatten mit dem Ausgang der Etappe aber nichts zu tun.