Formel E

Franzose Jean-Eric Vergne holt Pole Position in Berlin

Mit einer Überraschung endet das Qualifying. Nick Heidfeld wurde zwar Fünfter, startet aber wegen zu geringen Reifendrucks als 16.

Jean-Eric Vergne von DS Virgin Racing geht in Berlin als Erster ins Rennen

Jean-Eric Vergne von DS Virgin Racing geht in Berlin als Erster ins Rennen

Foto: Yoan Valat / dpa

Berlin.  – Mit einer Überraschung endet das Qualifying beim Berlin ePrix, achter von zehn Läufen zur Formel-E-Weltmeisterschaft. Der Franzose Jean-Eric Vergne (DS Virgin Racing), derzeit nur Elfter der Gesamtwertung, setzte sich in einem spannenden Qualifikationsrennen knapp vor dem Schweizer Sébastien Buemi (Renault e.dams) durch. Sehr guter Dritter wurde Daniel Abt (Abt Schaeffler Audi Sport).

Hinter seinem diesmal sehr stark fahrenden Teamkameraden Bruno Senna (Mahindra) wurde Nick Heidfeld guter Fünfter. Allerdings kostete ihm ein Fahrfehler kurz vor Schluss, als er im Kreisel am Strausberger Platz mit dem Vorderrad die Bande berührte, eine bessere Platzierung. Allerdings wurde er wenige Stunden nach dem Qualifying wegen zu geringen Reifendrucks auf Rang 16 zurückgesetzt.

"Ich glaube, wir Deutsche haben einen Vorteil hier"

Der große Favorit und Gesamtführende Lucas di Grassi (Abt Schaefller) fuhr nur auf Rang Zehn. Aber er selbst hatte vor dem Rennen geunkt: "Die Qualifikation ist in Berlin nicht so wichtig, weil man hier gut überholen kann." Man darf sich also auf eine Aufholjagd des Brasilianers freuen.

In die Super Pole, für die sich die fünf schnellsten Fahrer aus den der vier Qualifikationsgruppen qualifiziert hatten, war Heidfeld noch als Vierter gefahren. Der dritte Deutsche, Formel-E-Debütant Rene Rast, wurde 17 und damit Vorletzter. „Es war ein tolles Qualifying. Ich glaube, wir Deutschen haben einen Vorteil hier“, sagte Daniel Abt und grinste.

Noch mit reduzierter Leistung

Das gute deutsche Ergebnis ist umso erfreulicher, als dass das deutsche Trio beim Freien Training noch hinten lag: Im ersten Rennen am frühen Morgen landeten sie auf Platz 10 (Abt), 14 (Heidfeld) und 15 (Rast). Im zweiten Freien Training war Abt Achter, Heidfeld Zehnter und Rast leider nur 17. und damit Vorletzter. Allerdings waren zahlreiche Teams bewusst nicht mit der vollen Power von 200kw unterwegs gewesen.

Der 31-Jährige Rast gab als Ersatzfahrer für den Portugiesen Antonio Felix da Costa, der bei der DTM in Spielberg startet, bei Aguri sein Debüt in der Formel E. „Das war interessant, weil die Geräusche nur vom Wind kommen“, sagte Rast. „Obwohl es keinen Sound gibt, wird man wie vom Gummiband gezogen.“ sagte er über die Boliden, die innerhalb von drei Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können.

Zwei Unfälle im Freien Training

Sein Ziel war es, mögllchst viel Fahrzeit zu bekommen. Das war Stephane Sarrazin nicht vergönnt. Der französische Venturi-Fahrer steuerte im Zweiten Freien Training direkt in die Mauer und beschädigte sein Auto stark an der Front. Glücklicherweise konnte er nach wenigen Minuten unverletzt aussteigen. Der Lauf war durch den Crash für mehrere Minuten unterbrochen. Zuvor hatte sich Buemi in Kurve 5 verbremst und war in die Barriere gerutscht. Er beschädigte leicht seinen Frontflügel und wechselte ins andere Auto. Am Ende blieb trotzdem nur Rang 15.

Das Rennen startet um 16.04.