Berlin –

Eisbären mit ganz leichten Vorteilen gegen die Haie

Spielkultur spricht für Berliner, die robuster werden müssen

Berlin.  Das Duell zwischen den Eisbären und den Kölner Haien gibt es zum vierten Mal in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Morgenpost nennt die wichtigsten Fakten zur Serie:

Hauptrunde: In der Punkterunde wurden die Eisbären Tabellenzweiter, holten 92 Punkte mit einem Torverhältnis von 152:136. Die Haie mussten als Siebte mit 77 Punkten und 146:138 Treffern in das Pre-Play-off, wo sie Titelverteidiger Adler Mannheim in drei Spielen ausschalteten. In den vier Punkteduellen setzten sich jeweils die Heimteams durch, zweimal gewann der EHC (5:2, 3:1), zweimal Köln (6:1, 4:3). „In den zwei Auswärtsspielen haben wir nicht so gut gespielt wie in den Heimspielen“, sagt Trainer Uwe Krupp.

Teamcheck, Tor: Mit Petri Vehanen steht bei den Eisbären ein Weltmeister aus Finnland zwischen den Pfosten, der in dieser Saison oft Höchstleistungen gezeigt hat. Die Haie verfügen mit Gustaf Wesslau über einen starken Schweden als Schlussmann, der anfangs vieles schuldig blieb. „Seit dem Trainerwechsel spielt er wie ein neuer Mann“, sagt EHC-Stürmer Marcel Noebels. Ein Vorteil für ein Team ist nicht auszumachen.

Teamcheck, Abwehr: Die Haie stehen sehr eng um das eigene Tor, sind defensiv sehr sicher und etwas robuster in ihrer Gangart. In dieser Hinsicht wirkt die Haie-Verteidigung einen Tick stärker als die der Eisbären. Bei den Berlinern überwiegt dafür das spielerische Element, sie beherrschen die Spieleröffnung besser.

Teamcheck, Angriff: Beide Klubs sind sehr ausgeglichen besetzt, verfügen über vier Reihen und können daher ein hohes Tempo gehen. „Die Stürmer der Haie brauchen nicht viele Chancen, um Tore zu schießen“, sagt Krupp. Sein Team muss an der Chancenverwertung arbeiten, ist aber allgemein so oft im Vorwärtsgang, dass hieraus nicht unbedingt ein Makel entstehen muss. Auch hier liegt in Robustheit und Spielanlage der Unterschied. Mit einem mehr körperbetonten Stil könnten sich die Eisbären einen Vorteil verschaffen.

Bilanz: Drei Serien gab es zwischen den Eisbären und den Haien bisher. Im Finale 2008 setzte sich der EHC mit 3:1 durch, das Viertelfinale 2012 gewannen die Berliner mit 4:0, das Finale 2013 endete mit 3:1 Siegen des EHC.

Termine: Die Serie geht über maximal sieben Spiele, wer zuerst vier Partien gewinnt, ist im Halbfinale. Nach dem Dienstag, für den noch Tickets erhältlich sind, reisen die Eisbären Freitag nach Köln (19.30 Uhr), Sonntag folgt das zweite Heimspiel (14.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena). Am 22. März findet Spiel vier in Köln statt (19.30 Uhr). Die nächsten Partien wären, wenn sie notwendig sind, am 24. März in Berlin (19.30 Uhr), am 26. März in Köln (17.30 Uhr) und am 28. März in Berlin (14.30 Uhr).