Nachfolger von Armin Veh

Ex-Herthaner Niko Kovac wird Trainer bei Eintracht Frankfurt

Ein Berliner wird Nachfolger von Armin Veh als Trainer bei Eintracht Frankfurt. Weggefährte Pal Dardai hat sich auch schon geäußert.

Niko Kovac neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt

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Frankfurt/Berlin. Eintracht Frankfurt vertraut das Unternehmen Klassenerhalt einem Trainer-Neuling an: Nachfolger des entlassenen Armin Veh wird Niko Kovac. Der gebürtige Berliner erhält beim Bundesliga-Gründungsmitglied einen Vertrag bis 2017, der aber nur für die erste Liga gilt.

Frankfurt ist der erste Profiverein, den Kovac betreut. Von Oktober 2014 bis September 2015 war er Nationaltrainer in Kroatien. Als Co-Trainer bringt ­Kovac seinen Bruder Robert mit.

Heribert Bruchhagen, Vorstandschef bei Eintracht Frankfurt: „Wir nehmen die Veränderung auf der Trainerposition vor, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die Entscheidung für Niko Kovac hat der Vorstand einstimmig ­getroffen.“ Frankfurt liegt mit 24 Punkten auf Relegationsrang 16.

Seit vergangenem Jahr im Kontakt

Eintracht-Sportdirektor ­Bruno Hübner erzählte, dass es bereits im vergangenen Sommer intensive ­Gespräche mit Kovac ­gegeben habe. Er stand aber damals als Trainer von Kroatien nicht zur ­Verfügung.

Kovac sagte: „Ich bin froh, dass mir Eintracht Frankfurt die Chance gibt, hier zu helfen. Frankfurt ist ein ­Topklub in der Bundesliga, mit einer tollen Infrastruktur und tollen Fans. Ich bin überzeugt, dass wir zusammen den Klassenerhalt mit Eintracht ­Frankfurt schaffen.“

Er habe einen Vertrag nur für die Bundesliga unterschrieben, weil er der Mannschaft signalisieren wolle, dass er überzeugt ist vom Klassenerhalt, „und dass ich mir keine Hintertür offen lasse“.

Im Wedding aufgewachsen

In ihrer aktiven Zeit gewannen die Kovac-Brüder unter anderem mit Bayern München das Double (2003) und den Weltpokal (2001). Kovac ist zudem ein Ur-Herthaner. Beim damaligen Zweitligisten begann er 1991 seine Profikarriere, absolvierte bis 1996 insgesamt 148 Zweitliga-Spiele. Nach den Stationen bei Bayer Leverkusen, HSV und Bayern München kehrte Kovac von 2003 bis 2006 zu Hertha zurück (75 Bundesliga-Spiele).

Damals sein direkter Konkurrent im Team: Pal Dardai, heute Cheftrainer von Hertha. Dardai sagte der Morgenpost: „Mit Niko und mir ist alles gut. Seine Aufgabe jetzt ist schwer. Mir ist das bei Hertha im vergangenen Februar ähnlich ergangen. Eintracht Frankfurt ist ein Traditionsverein, der Kader ist gut. Da muss jetzt Leistung kommen. Ich wünsche Niko viel Glück.“

Kovac ist aufgewachsen im Wedding. Bei seiner neuen Mannschaft trifft Kovac mit Änis Ben-Hatira und Yanni Regäsel auf zwei Herthaner, die sich erst Anfang Februar Eintracht Frankfurt angeschlossen haben. Beide stammen aus dem Wedding. Kovac ­sagte: „Änis kommt aus dem selben ­Bezirk wie ich, wir wissen, wie wir ­miteinander sprechen.“

Kovac sagte, er wisse, dass er eine Mannschaft übernimmt, die nach den vergangenen Wochen verunsichert ist: „Ich gehe voran mit meinem Bruder, wir wollen Vorbild sein. Wir gehen die Aufgabe positiv an.“