Halle/Saale –

Endlich werden die Spreefüxxe für ihre gute Leistung belohnt

Halle/Saale.  Lars Melzer war glücklich und erleichtert zugleich. „Endlich haben wir uns für unsere harte Arbeit auch mal belohnt“, sagte der Trainer der Frauen der Berliner Füchse nach dem 27:27 (14:14) beim bis dato Tabellenzweiten HC Leipzig am Sonnabend. Durch den Punkt gegen den Außenseiter aus Berlin hat das Team aus Leipzig nun vorübergehend mit 24:6 Punkten die Tabellenführung übernommen. Verfolger und Titelverteidiger Thüringer HC (23:5) liegt mit einem Spiel weniger auf dem zweiten Rang. „Jede meiner Spielerinnen hat ihre Aufgabe perfekt umgesetzt“, bilanzierte der Spreefüxxe-Coach über den gelungenen Rückrundenauftakt seiner Mannschaft.

Nach zuletzt drei Niederlagen durften sich die Berlinerinnen ausgerechnet bei einem Bundesliga-Spitzenteam über einen Punktgewinn freuen. „Ich bin sehr froh, dass wir nach all den knappen Spielen zuvor nun auch gegen eine absolute Topmannschaft etwas Zählbares mitgenommen haben“, betonte Melzer, aus dessen Team vor 1071 Zuschauern die Niederländerin Myrthe Schoenaker mit acht sowie die Weißrussin Alexandra Sviridenko mit fünf Treffern herausragten.

„Es war kein perfektes Spiel, aus dem wir im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben unsere Lehren ziehen werden“, meinte der Spreefüxxe-Trainer. In der ersten Hälfte führten die Berlinerinnen sogar mit 8:6, aber Leipzig ließ sich nicht abschütteln. Beide Teams spielten auf absoluter Augenhöhe, was auch das 14:14 zur Halbzeit verdeutlichte. Am Ende freuten sich die Berlinerinnen überschwänglich über den Punktgewinnen, während es für die Gastgeberinnen eher ein Punktverlust war. Schließlich haben sie Ambitionen auf den Meistertitel.

Trotz aller Freude sagte Melzer aber auch: „Wir befinden uns noch immer in einem Entwicklungsprozess.“ Mit 11:17 Punkten nehmen die Berlinerinnen weiterhin den zehnten Tabellenplatz ein, haben aber mittlerweile neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die sportliche Klasse für Erstliga-Handball hat das Team allemal. Am kommenden Sonnabend treffen die Spreefüxxe in der Sporthalle Charlottenburg (19.30 Uhr) auf Bayer Leverkusen.