Kitzbühel –

Saison-Aus für Skistar Svindal nach Sturz in Kitzbühel

Auch andere Fahrer erwischt es bei der legendären Abfahrt

Kitzbühel. Nachdem Arnold Schwarzenegger sich von der Tribüne erhoben hatte im Trachtenmantel und ein paar Worte an die Zuschauer am Rande des Hahnenkamms gerichtete hatte, stieß sich oben der erste Skirennläufer aus dem Starthaus. Rund eine halbe Stunde später schlug nicht nur „Terminator“ Schwarzenegger die Hand entsetzt vors Gesicht. Noch zwei weitere Male herrschte auf den Tribünen später kurz bedrückende Stille. Die berühmt-berüchtigte Weltcup-Abfahrt auf der „Streif“ ist ihrem Ruf gerecht geworden, wieder einmal, und hat Sonnabend drei der besten Gladiatoren des Skirennsports abgeworfen. Nach schweren Stürzen bei schwieriger werdenden Sichtverhältnissen entschied Rennchef Markus Waldner schließlich abzubrechen, nachdem 30 Athleten gestartet waren und deshalb die Abfahrt gewertet werden konnte. Der Präsident des Österreichischen Skiverbandes, Peter Schröcksnadel, hatte dies ein paar Fahrer früher gefordert. „Wenn der derzeit beste Abfahrer ohne Fahrfehler so abhebt, weil die Sichtverhältnisse sich verändert haben, dann ist das ein Grund zu überlegen.“

Wegen schlechter Sicht wurde nach 30 Startern abgebrochen

Als erstes erwischte es Georg Streitberger bei der Einfahrt in die Traverse. Der Österreicher wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert: Kreuzbandriss. Kaum war der Hubschrauber zurück, musste er schon wieder los. Teamkollege Hannes Reichelt landete an der gleichen Stelle im Fangzaun. Der Kitzbühel-Sieger von 2014 konnte selbst aufstehen, wurde aber trotzdem vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Er kam mit seiner Knochenstauchung im linken Knie glimpflich davon.

Jeweils eine gute Viertelstunde dauerten die Unterbrechungen. Mittlerweile war die Sicht schlechter geworden, leichter Schneefall setzte ein. Der große Favorit stand aber noch oben, der Norweger Aksel Lund Svindal. Die Chance, dass sein großer Wunsch, endlich die Abfahrt von Kitzbühel zu gewinnen, in diesem Jahr endlich in Erfüllung geht, schwand mit jedem Starter. Nach dem Sprung an der Hausbergkante wählte er die gleiche Linie wie Reichelt und Streitberger. Auch bei ihm ging es nicht gut. Der Führende im Gesamtweltcup überschlug sich spektakulär, stand aber wieder auf und verließ mit blutender Nase die Piste zu Fuß. Später kam auch bei ihm die Diagnose Kreuzbandriss. Die Saison ist für Svindal damit vorbei.

Am Ende gewann Peter Fill aus Italien, er profitierte wie die Schweizer Beat Feuz und Carlo Janka von der früheren Startzeit.