Die Glaubwürdigkeit der internationalen Leichtathletik wurde in den vergangenen Monaten vor allem durch die Vertuschung von Dopingfällen durch Spitzenfunktionäre massiv beschädigt. Sebastian Coe (59), der neue Präsident des Weltverbandes IAAF, versucht nun gegenzusteuern: So will er das Budget der IAAF im Anti-Doping-Kampf von bisher vier auf acht Millionen US-Dollar (rund 7,4 Millionen Euro) verdoppeln. Die Maßnahme soll bis Mitte des Jahres umgesetzt werden.

Es wird aber auch die Vergangenheit bewältigt. So hat am Donnerstag die IAAF-Ethikkommission im Zuge des Dopingskandals zwei russische Spitzenfunktionäre und den Sohn von Ex-IAAF-Präsident Lamine Diack lebenslang gesperrt. Die Sanktionen betreffen IAAF-Schatzmeister Valentin Balachnitschjow, der zugleich Präsident des russischen Verbandes war, Russlands Ex-Cheftrainer Alexej Melnikow und Papa Massata Diack. Der Senegalese war als Marketing-Beauftragter für den Weltverband tätig. Der ehemalige Anti-Doping-Chef der IAAF, Gabriel Dollé (Frankreich), wurde für fünf Jahre gesperrt.

BM