Für Joseph Blatter und Michel Platini ist heute der Tag des Urteils gekommen, zumindest der suspendierte Fifa-Chef rechnet fest mit der Milde der Ethikhüter. Der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert habe ihm bei der letzten Anhörung gesagt, „den Vorwurf der Korruption nehmen wir weg“, verriet Blatter dem Schweizer „SonntagsBlick“. Sollte dies stimmen, könnte der derzeit für 90 Tage gesperrte Präsident des Weltverbands zumindest um eine lebenslange Verbannung aus dem Fußball herumkommen. Für seinen einstigen Zögling Platini würde eine Sperre das Ende seines Karriereplans bedeuten. Der Franzose hatte sich um das Fifa-Spitzenamt beworben, würde aber bei einer Verurteilung den notwendigen Integritätscheck nicht bestehen. Seine Anwälte hatten bei der entscheidenden Anhörung am Freitag einen Freispruch gefordert. Wie Blatter hat daher auch Platini angekündigt, gegen eine weitere Sperre vorgehen zu wollen. Möglich wären ein Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas und das Schweizer Bundesgericht. Die Causa „Blattini“ ist wohl auch am Montag noch nicht abgeschlossen.

dpa